Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst ins Stocken geraten

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst ins Stocken geraten

Man hört nicht viel von den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder, die sei Donnerstag in diesem Hotel in Potsdam laufen. Nur so viel: die Verhandlungen sind offenbar so schwierig wie erwartet. Am Freitag hieß es gar, die Gespräche seien ins Stocken geraten. Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter lägen noch weit auseinander, sagte der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder, Peter-Jürgen Schneider: "Ja, also, es ist schwierig. Wir haben ja von Anfang an gesagt, die Forderung ist zu hoch, die dort zusammengebastelt worden ist, und ich sehe leider keine Bewegung in der Richtung, in die es gehen müsste, nämlich in etwas verträglichere Bahnen zu kommen. Ganz im Gegenteil gibt es noch die eine oder andere Idee, was man noch zusätzlich machen könnte. Das ist am Ende nicht bezahlbar." Verdi-Chef Frank Bsirske gab sich kämpferisch: "Na ja, wie das mit kritischen Phasen so ist. Man kann eine Krise überwinden, oder die Krise führt dazu, das die Situation kollabiert. Ich bin dafür, dass wir sie überwinden." Zu Verhandlungsbeginn am Donnerstag hatten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Tagungsort in Potsdam ihren Forderungen lautstark Nachdruck verliehen. Die Gewerkschaften verlangen für die rund eine Million Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Ländern Einkommensverbesserungen und andere Maßnahmen im Volumen von sechs Prozent. Das Ergebnis betrifft auch die rund 2,2 Millionen Landesbeamten, da der Tarifabschluss in der Regel auf deren Bezüge übertragen wird. Die Gewerkschaften fordern zudem, beim Tarifabschluss müssten Lehrer besonders berücksichtigt werden.
Fr, 17.02.2017, 16.41 Uhr

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst ins Stocken geraten

Beschreibung anzeigen

Man hört nicht viel von den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder, die sei Donnerstag in diesem Hotel in Potsdam laufen. Nur so viel: die Verhandlungen sind offenbar so schwierig wie erwartet. Am Freitag hieß es gar, die Gespräche seien ins Stocken geraten. Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter lägen noch weit auseinander, sagte der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder, Peter-Jürgen Schneider: "Ja, also, es ist schwierig. Wir haben ja von Anfang an gesagt, die Forderung ist zu hoch, die dort zusammengebastelt worden ist, und ich sehe leider keine Bewegung in der Richtung, in die es gehen müsste, nämlich in etwas verträglichere Bahnen zu kommen. Ganz im Gegenteil gibt es noch die eine oder andere Idee, was man noch zusätzlich machen könnte. Das ist am Ende nicht bezahlbar." Verdi-Chef Frank Bsirske gab sich kämpferisch: "Na ja, wie das mit kritischen Phasen so ist. Man kann eine Krise überwinden, oder die Krise führt dazu, das die Situation kollabiert. Ich bin dafür, dass wir sie überwinden." Zu Verhandlungsbeginn am Donnerstag hatten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Tagungsort in Potsdam ihren Forderungen lautstark Nachdruck verliehen. Die Gewerkschaften verlangen für die rund eine Million Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Ländern Einkommensverbesserungen und andere Maßnahmen im Volumen von sechs Prozent. Das Ergebnis betrifft auch die rund 2,2 Millionen Landesbeamten, da der Tarifabschluss in der Regel auf deren Bezüge übertragen wird. Die Gewerkschaften fordern zudem, beim Tarifabschluss müssten Lehrer besonders berücksichtigt werden.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben