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Hochschulen in Südwestfalen beliebt wie nie zuvor

So viele Studierende wie in diesem Wintersemester gab es an den Hochschulen Südwestfalens noch nie.

Foto: Hendrik Schulz

So viele Studierende wie in diesem Wintersemester gab es an den Hochschulen Südwestfalens noch nie. Foto: Hendrik Schulz

Südwestfalen.  Noch nie waren so viele Studierende in der Region eingeschrieben wie in diesem Semester. Davon profitiert die Wirtschaft: Viele Absolventen bleiben.

Die Hochschulen der Region sind so beliebt wie nie zuvor. Sowohl die Fachhochschule Südwestfalen als auch die Universität Siegen melden im neuen Wintersemester Rekord-Studierendenzahlen. Dabei sind die Studienfächer zwischen Hagen, Soest und Siegen längst für Erstsemester aus dem gesamten Bundesgebiet und zunehmend auch international attraktiv.

Zehn Prozent der Studierenden an der Fachhochschule Südwestfalen stammen zum Beispiel aus dem Ausland. Doch hauptsächlich nutzen die jungen Leute aus der Region die ortsnahen Angebote für ihre Ausbildung. Diese Informationen hat die WP in einer Befragung der Hochschulen ermittelt. Erstmals werden sie nun veröffentlicht.

Die Häfte der Studierenden kommt aus dem örtlichen Umfeld

Die Statistiken verraten unerwartete Gemeinsamkeiten zwischen der Fachhochschule Südwestfalen und der Uni Siegen. So kommen bei allen vier Standorten der FH und bei der Uni Siegen jeweils knapp 50 Prozent der Studierenden aus dem direkten örtlichen Umfeld. Gut 30 Prozent entscheiden sich, aus dem Bundesgebiet beziehungsweise aus dem Ausland zum Studieren nach Südwestfalen zu ziehen. Und für weitere knapp 20 Prozent besteht das Einzugsgebiet im Großraum der Hochschule, also Dortmund für Hagen, Paderborn für Meschede oder der Oberbergische Kreis für Siegen.

Eine Ausnahme bildet hierbei Soest, wo sogar knapp die Hälfe aller Studierenden aus dem Bundesgebiet oder dem Ausland kommen. Ursache solcher Internationalität ist nicht nur der renommierte Studiengang Agrarwirtschaft, sondern die Kooperation mit einer indonesischen Hochschule, dank derer pro Semester bis zu 300 Jugendliche aus Asien am Hellweg lernen.

Die Wirtschaft profitiert vom guten Ruf der Hochschulen. Denn zwischen 36 und 45 Prozent aller Absolventen finden Arbeit in Südwestfalen und bleiben damit dauerhaft in der Region. Insgesamt 70 Prozent arbeiten nach dem Examen in NRW.

Während an der Uni Siegen praktisch ebenso viele Frauen wie Männer eingeschrieben sind, gibt es bei der Fachhochschule Südwestfalen nach wie vor einen Männerüberschuss. Denn für Studiengänge wie Elektrotechnik oder Maschinenbau ist es trotz hervorragender Berufsaussichten weiterhin schwer, Mädchen zu interessieren.

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