Fußball

Heynckes ist mit Recht enttäuscht von den Bayern

Bei den Fans beliebt: Bayern-Trainer Jupp Heynckes schreibt Autogramme.

Foto: REUTERS

Bei den Fans beliebt: Bayern-Trainer Jupp Heynckes schreibt Autogramme. Foto: REUTERS

Essen.  Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes heizt Spekulationen über seine berufliche Zukunft weiter an. „Ich weiß, was ich will und was ich mache. Aber ich möchte den Zeitpunkt selbst bestimmen, wann ich etwas bekanntgebe“, sagt der 67-Jährige. Ein Kommentar.

Jetzt werden sie in München die Geister, die sie riefen, nicht mehr los: Weiterhin redet alle Welt über Pep Guardiola, obwohl der spanische Startrainer erst zur nächsten Saison die Lederhosen anhaben wird. Angestrengt bemühen sich Klubführung und Profis, den Hype herunterzuspielen und den Fokus auf den Alltag zu richten. Allein schon aus Respekt vor Jupp Heynckes, heißt es. Die Bayern wollen den Routinier würdevoll verabschieden – mit mindestens einem Titel.

Heynckes fühlt sich in der Vorbereitung gestört

Heynckes aber zeigt sich verschnupft. Durch den Wirbel um seinen Nachfolger fühlte er sich in der Schlussphase der Vorbereitung auf die Rückrunde gestört – die Bayern-Bosse hatten seiner Ansicht nach den falschen Zeitpunkt gewählt, um sich für ihren Coup feiern zu lassen. Noch mehr aber stört es den 67-Jährigen, dass der Verein voreilig verkündete, der Trainer werde zum Saisonende in den Ruhestand gehen. Den Zeitpunkt der Bekanntgabe seiner Zukunftspläne wolle er selbst bestimmen, betont Heynckes und kokettiert damit auch mit der Möglichkeit eines Wechsels. Gefragt wäre er garantiert noch, seine im Alter hinzugewonnene Souveränität ist schließlich beeindruckend.

So oder so: Im Rausch der Guardiola-Verpflichtung haben die nach Perfektion strebenden Bayern das Feingefühl schon früh verloren.

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