Fangewalt

Polizei geht gegen Problemfans von Fortuna Düsseldorf und Union Berlin vor

Die Stimmung im Hauptbahnhof Gelsenkirchen war angespannt. Mehr als 120 Problemfans von Fortuna Düsseldorf kamen nicht ins Stadion, sondern wurden von der Bundespolizei zurück nach Düsseldorf begleitet.

Foto: Polizeipresse

Die Stimmung im Hauptbahnhof Gelsenkirchen war angespannt. Mehr als 120 Problemfans von Fortuna Düsseldorf kamen nicht ins Stadion, sondern wurden von der Bundespolizei zurück nach Düsseldorf begleitet. Foto: Polizeipresse

Gelsenkirchen/Köln.  Fußball-Anhänger haben am Samstag am Rande von Bundesliga-Spielen erneut für Negativschlagzeilen in NRW gesorgt. Die Bundespolizei musste vor der Partie auf Schalke 120 Fortuna-Problemfans zurück nach Düsseldorf begleiten. 70 Hooligans von Union Berlin wurden zuvor in Köln in Polizeigewahrsam genommen.

Für rund 120 Fortuna-Anhänger ist der Weg zum Spiel zur Bundesliga-Begegnung gegen den FC Schalke 04 am Samstag bereits in Gelsenkirchen-Buer zu Ende gewesen. Wie die Bundespolizei berichtet, waren Polizisten hellhörig geworden, als die "Problemfans" am Bahnhof Gelsenkirchen-Buer Nord anrückten - denn der "übliche Anreiseweg" in Richtung Arena führt dort nicht vorbei.

Nachdem Pyrotechnik gezündet wurde, sprach die Polizei gegen mehr als 120 auffällige Anhänger ein Betretungsverbot für das Stadtgebiet Gelsenkirchen aus. Mit Bussen wurden die "Fans" zum Hauptbahnhof gebracht. Dort war die Stimmung entsprechend "aufgeheizt", berichtet die Bundespolizei.

"Die Fans zeigten sich unkooperativ", heißt es weiter. Nur mit "starken Einsatzkräften von Landes- und Bundespolizei" habe man sie überhaupt in Richtung Bahnsteig bewegen können. Bei der Rückreise mit dem Regionalexpress in Richtung Düsseldorf sei es indes zu keinen weiteren Vorkommnissen gekommen.

Union-Hooligans attackieren Polizisten

Bereits zuvor waren Fans von Union Berlin in Köln negativ aufgefallen: Wegen gewalttätiger Krawalle vor dem Spiel beim 1. FC Köln (0:2) sind am Samstagnachmittag 70 Hooligans des Fußball-Zweitligisten Union Berlin in Polizeigewahrsam genommen worden. Das bestätigte die Kölner Polizei.

Die Krawallmacher hatten sich im Umfeld des Kölner Stadions zunächst mit FC-Rowdys handgreifliche Auseinandersetzungen geliefert und danach eingreifende Polizeikräfte attackiert. Durch Flaschenwürfe erlitt ein Beamter einen Nasenbeinbruch. Zu Verletzten bei den Hooligans machte die Polizei keine Angaben.

Die Union-Hooligans wurden zur Feststellung der Personalien vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gegen mehrere Rowdys leiteten die Behörden Verfahren wegen Landfriedensbruches ein. (mit SID)

Leserkommentare (8) Kommentar schreiben