Basketball-Regionalliga

BG Hagen bleibt cool und darf auf Showdown hoffen

Domonique Crawford ragte beim BG-Sieg in Ibbenbüren heraus.

Foto: Michael Kleinrensing

Domonique Crawford ragte beim BG-Sieg in Ibbenbüren heraus. Foto: Michael Kleinrensing

Schwelm/Ibbenbüren.   Die BG Hagen beendete die Siegesserie der AOK Ballers Ibbenbüren und hofft auf den Titel-Showdown. Haspe 70 war in Schwelm chancenlos.

Partien vor großer Kulisse werden für Hagens Erstregionalliga-Basketballer fast schon zur Gewohnheit. Am drittletzten Spieltag beendete der Tabellenzweite BG Hagen die beeindruckende Siegesserie der AOK Ballers Ibbenbüren, vertagte mit einem 94:89-Erfolg vor 1033 Zuschauern in Ostwestfalen die Titel-Entscheidung noch einmal.

Auch das Gastspiel des SV Haspe 70 bei Spitzenreiter EN Baskets Schwelm zog eine vierstellige Besucherzahl an, durch den erwarteten 85:59-Sieg blieben die Gastgeber auf Aufstiegskurs.

AOK Ballers Ibbenbüren - BG Hagen 89:94 (52:51). Wenn die Tabellenführung weg ist, kehrt bei der BG eine gewisse Lockerheit zurück. Das galt in Ibbenbüren vor großer Kulisse für die Gäste erneut, wie Trainer Kosta Filippou befand. „Die Mannschaft bleibt cool, auch wenn es mal nicht so läuft“, sagte er, „im letzten Viertel gegen Schwelm oder danach gegen Herford hat sie sich zu viele Gedanken darüber gemacht, was bei einer Niederlage passiert.“ Bei den Ibbenbürenern, die die letzten zehn Spiele zuvor gewonnen hatten, zeigte sein Team sich dagegen in der Schlussphase nervenstark.

Dabei begann es für die Hagener nicht gut, das erste Viertel dominierten die aus der Distanz ganz stark treffenden Gastgeber um Rishi Kakad (26 Punkte). „Ich hatte das Gefühl, dass wir gar nicht so schlecht verteidigt haben, doch wir kassierten 34 Punkte und sechs Dreier“, sagte Filippou, der in der Folge eine noch aggressivere Defensive („am der Grenze zum Foul“) anordnete.

Der Rückstand indes blieb bis zum 48:32 (15. Minute) hoch, ehe der erneut überragende Domonique Crawford mit sieben Punkten in Serie ersten Aufwind brachte. Ibbenbüren traf nur noch von der Freiwurflinie, beim 50:51 durch Todor Zahariev (18.) - wie Zwillingsbruder Milen und Pascal Zahner-Gothen mit starkem Auftritt - führte erstmals wieder die BG.

Nun hatten die Hagener meistens die Kontrolle, nach dem Wechsel lagen sie nur beim 57:56 (23.) kurz zurück. Nach dem 72:72 (32.) setzten sich die Gäste zum 75:87 (35.) erstmals ab. Die Vorentscheidung war das noch nicht, zwei Minuten vor der Sirene glich Kakad wieder aus (89:89). Doch auf Crawford war Verlass, sein Dreier im Gegenzug traf Ibbenbüren ins Mark. „Er hat immer getroffen, wenn wir es dringend gebraucht haben“, betonte Filippou, dessen Team mit dem Erfolg in Ibbenbüren die kleine Aufstiegschance wahrte.

Sollten die BG (Freitag gegen Grevenbroich) und die punktgleichen WWU Baskets Münster (tags darauf gegen Schlusslicht Bielefeld) gewinnen und Schwelm am Samstag bei den zuletzt starken Giants in Düsseldorf patzen, gäbe es am 1. April einen Dreikampf um den Titel. Filippou hofft darauf: „Es wäre ein Showdown, der dem Verlauf dieser Saison gerecht würde.“

BG: Zahner-Gothen (11), Crawford (37), Günther (7), T. Zahariev (12), Kortenbreer, Plioukas (8), Krume, Nedzinksas (4), M. Zahariev (15).

EN Baskets Schwelm - SV Haspe 70 84:59 (50:25). Obwohl mit Kristofer Speier und Julian Jasinski zwei Stammkräfte fehlten, setzte sich Favorit Schwelm schon in der ersten Halbzeit entscheidend ab. Bis zum 20:15 durch einen Dreier von Torben Paulsen (8. Minuten) blieben die Hasper, deren nachverpflichteter Spielmacher Rema Lascelles nach einer Bänderverletzung bereits wieder nach England zurückgekehrt ist, dran.

Dann setzten sich die Gastgeber um Andrius Mikutis (18 Punkte) auf 33:15 (12.) ab, schon bis zur Pause (50:25) war die Frage nach dem Sieger beantwortet. „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber kleine Fehler haben uns immer wieder zurückgeworfen“, bekannte Haspes Teammanager Martin Wasielewski.

Er sah eine Steigerung der Gäste nach dem Wechsel, die nun geduldiger die Systeme ausspielten und bis auf 54:41 (27.) herankamen. Dann aber setzten sich die Schwelmer schnell wieder ab. „Am Ende ist uns die Luft ausgegangen“, bedauerte Wasielewski, „es kostet eben viel Kraft, beim Spitzenreiter einen Rückstand aufzuholen. Aber immerhin haben wir die zweite Halbzeit unentschieden gespielt.“ Um die geringe Chance auf den Ligaerhalt zu wahren, müssten die Hasper nun gegen Herford und in Dorsten gewinnen und auf zwei Niederlagen von Rivale Frintrop hoffen.

Haspe 70: Paulsen (14), Bampoulis (6), Stockey, Luchterhandt (9), Tomann (6), Mi. Wasielewski, Spitale (4), Ligons (16), Nsiabandoki (4).

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