Fußball-Landesliga

Hemers tolle Moral und Aufholjagd belohnt

Die SG Hemer landete einen eminent wichtigen Sieg gegen Finnentrop.

Foto: IKZ

Die SG Hemer landete einen eminent wichtigen Sieg gegen Finnentrop. Foto: IKZ

Hemer. (bmf) Was für eine tolle Moral! Da liegt die SG Hemer zur Halbzeit unverdient mit 1:3 im Rückstand und schafft trotzdem in einer furiosen Aufholjagd noch die Wende und den Sieg, der für einen kräftigen Schub im Abstiegskampf sorgen dürfte.
Fußball-Landesliga: SG Hemer - SG Finnentrop/Bamenohl 4:3 (1:3). Überglücklich gratulierte Trainer Stefan Odenhausen nach dem Abpfiff jedem seiner Akteure und gab kurz danach seinen Verbleib bei der SGH, unabhängig von der Klassenzugehörigkeit, bekannt. Knüpfen die Hemeraner an die gestrige Vorstellung an, könnte das weiterhin die Landesliga sein.

Die Gastgeber machten sofort Druck und gingen mit der ersten Chance in der zwölften Minute in Führung: Tabanoglu setzte einen präzisen Pass des starken Courtoglou ins Netz. Hemer dominierte eine halbe Stunde lang souverän, doch nachdem Günther einen unberechtigten Freistoß aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel wuchtete, kippte die Partie. Nur 180 Sekunden später schloss erneut Günther einen Konter zum 2:1 ab. Und als der ganz schwache Schiedsrichter Schäffer zur allgemeinen Überraschung nach Kabas Zweikampf mit Kleppel auf den Elfmeterpunkt deutete und Günther den Strafstoß zu einem lupenreinen Hattrick nutzte (40.), schlichen die Hemeraner mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Doch daraus kamen sie mit zwei neuen Spielern (Langer und Ostrakovic) und vor allem neuem Schwung. Ein frühes Anschlusstor musste her, und nach nur acht Minuten war es perfekt. Aus halblinker Position, fast von der Außenlinie, zirkelte Courtoglou den Ball in die Maschen. Die SG, lautstark von ihren Fans angefeuert, setzte nach. Nur zehn Minuten später: Eine herrliche Flanke von Langer schoss Neuzugang Biehs unhaltbar ein. Noch aber gab sich der seit sieben Spielen sieglose Aufsteiger nicht geschlagen. Auf der Linie wehrte Kaba Altinsoys Kopfball für den bereits geschlagenen Jürgens ab.

Danach aber hatten die Hausherren wieder alles im Griff und drängten vehement auf das Siegtor. Nach Vorarbeit von Biehs verfehlte Courtoglou das Ziel nur um Zentimeter (76.), in der 86. Minute war es dann aber soweit. Der eingewechselte Hastemir bediente Biehs, der wie schon beim 3:3 den Ball spektakulär ins Tor wuchtete. Riesengroß war der Jubel, der nach der vierminütigen Nachspielzeit auf und neben dem Platz keine Grenzen kannte.

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