Facebook-Party

Stadt Dortmund untersagt Facebook-Party

Timo K. will nach seiner Chaos-Fete in Hagen in Dortmund die nächste Sause starten.

Foto: Kleinrensing

Timo K. will nach seiner Chaos-Fete in Hagen in Dortmund die nächste Sause starten. Foto: Kleinrensing

Dortmund  Der offensichtlich unbelehrbare 18-jährige Timo K. will nach seiner Chaos-Fete in Hagen in Dortmund die nächste Sause starten - 20.000 Personen sind über soziale Netzwerke eingeladen. Die Stadt will die Sache unbedingt stoppen und droht.

Die Stadt Dortmund versucht mit allen Mitteln, eine geplante Facebook-Party am Samstagabend im Stadtgarten zu verhindern. Der 18-jährige Initiator Timo K. wird nun per Ordnungsverfügung aufgefordert, den Eintrag im sozialen Netzwerk zu löschen oder widerrufen sowie künftig derartige Einträge für das Stadtgebiet Dortmund zu unterlassen.

Das ist das Ergebnis der Beratung von Stadt, Polizei und DSW21. „Es wäre jedoch blauäugig zu glauben, dass sich das Ganze damit erledigt habe“, sagte Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Bis zum Mittwoch hatten Hunderte Personen für die nicht genehmigte Feier zugesagt, rund 20.000 waren eingeladen. Deshalb sei man weiterhin in Alarmbereitschaft.

„Solche Partys sind schwer steuerbar und laufen schnell aus dem Ruder“, begründet Skupsch die Reaktion. Erst am vergangenen Samstag war eine Facebook-Party in Hagen eskaliert und mit einem Großeinsatz der Polizei geendet.

"Pflastersteine auf die Bullenschweine"

Auch dort war der offensichtlich unbelehrbare 18-jährige Hagener Timo K. der Veranstalter. Am Samstag hatte die Partymeute skandiert: „Pflastersteine auf die Bullenschweine.“ Im Anschluss warfen die Gäste Bierflaschen in Richtung der Polizeibeamten. Doch auch diesmal droht Ärger. So schrieb ein Facebook-Nutzer: „Wir werden alle eine aufs Maul bekommen von den Bullen. Aber das lass ich mir nicht entgehen!“

Trotz des Großeinsatzes der Polizei, der Randale und der drohenden Anzeigen hat Timo K. dann prompt zur Feten-Fortsetzung eingeladen.

Sollte er nun die Dortmunder Aufforderung ignorieren und die Party nicht absagen, wird es für den 18-Jährigen teuer: Neben den Kosten für die Hagener Party müsste der junge Mann auch die Zeche für die noch ausstehende Party zahlen. Und die schätzungsweise allein für den Polizeieinsatz im hohen fünfstelligen Bereich. Hinzu kommen Kosten für die Reinigung des öffentlichen Raums sowie möglicherweise entstandene Schäden.

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