Kollision mit Wildschweinen

Feuerwehr repariert defekte Lok

Ein Intercityzug ist am Donnerstagabend etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Ennepetal in eine Wildschweinrotte gerast. Die Lok wurde so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr weiterfahren konnte. Die Ennepetaler Feuerwehr reparierte sie im Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg notdürftig.

In voller Fahrt war der IC 2321 auf seiner Fahrt von Hamburg-Altona über Hagen und Wuppertal nach Frankfurt/Main-Flughafen um 21.26 Uhr gegen das Schwarzwild geprallt. Drei Wildschweine und ein Rehbock verendeten dabei, wie der Sprecher der Bahnpolizeidirektion Dortmund, Jürgen Karlisch, auf Nachfrage der Westfalenpost erklärte.

Der Zugführer brachte den Intercity im Bahnhof Ennepetal zum Stehen. Von den zahlreichen Passagieren an Bord wurde niemand verletzt, ebenso unbeschadet blieb auch das Bahnpersonal. Die Fahrdienstleitung der DB sorgte dafür, dass der nachfolgende Intercity-Express 854 mit Ziel Köln im Bahnhof Ennepetal auf dem Nachbargleis anhielt. Mit dem ICE setzten die Fahrgäste ihre Reise mit 24-minütiger Verspätung fort.

Am verunglückten IC gab die Ennepetaler Feuerwehr technische Hilfestellung. Durch den Aufprall hatten sich die Bahnräumer verbogen. Die Helfer schraubten eine Querstrebe zwischen den Schienenräumern ab und drückten anschließend die beiden Bahnräumer mittels eines Hydraulikspreizers hoch. Erst dadurch konnte der Zug nach Darstellung von Jürgen Karlisch aus eigenem Antrieb seine Fahrt fortsetzen und die nächste Reparaturwerkstatt der Deutschen Bahn AG ansteuern. Insgesamt waren sechs Feuerwehrleute vor Ort, für die der Einsatz um 23.58 Uhr beendet war.

Während der Arbeiten war die Bahnstrecke zwischen Hagen und Schwelm von 22 Uhr bis 0.08 Uhr gesperrt. „Dadurch kamen 18 Züge auf insgesamt 293 Minuten Verspätung”, resümierte der Bundespolizeisprecher.

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