Mit Leidenschaft für die Stadtgeschichte

Schwelm.  Volles Haus beim Vortrag „Vom Eisenrock zum Eisenfass“. Marc Albano-Müller referierte über seine eigene Familiengeschichte sowie die Historie des Schwelmer Eisenwerks und begeisterte damit das Publikum. Und weil es so viel zu diesen Themen zu erzählen gibt, wurde der Vortrag in zwei Teile gesplittet. Für die Auftaktveranstaltung in der Sparkasse interessierten sich mehr als 100 Gäste, die Fortsetzung ist für Dienstag, 27, Oktober, geplant.

Merhr als 100 Gäste

Der Verein für Heimatkunde, der die Vorträge in seinem Jahresprogramm anbietet, hatte mit solchem neuerlichen Zuspruch nicht gerechnet und ließ vor Vortragsbeginn eilig weitere Stuhlreihen aufstellen. „Schon bei der ersten Vortragsreihe im Frühjahr hatten wir ja ein volles Haus, und dass noch einmal so viele Menschen zu der Wiederholungsveranstaltung kommen würden, war nicht absehbar“, freute sich Vereinsvorsitzende Anne Peter. „Es ist immer wieder wunderbar zu sehen, wie viele Schwelmer sich mit Leidenschaft für die Stadtgeschichte interessieren.“

Als spannend, kurzweilig und amüsant hatten viele Besucher die ersten Vorträge von Albano-Müller im Februar und März dieses Jahres beschrieben. Darin stellte der gebürtige Schwelmer die Geschichte seiner eigenen Vorfahren August Müller aus Möllenkotten und dessen Sohn Albano Müller dar, jeweils mit ihren zugehörigen Firmen und einem Blick auch auf viele, sich anknüpfende Schwelmer Familien. „Familiengeschichten sind ja so eine Sache“, erklärt Marc Albano-Müller dazu, „hier aber habe ich mich bemüht, das Thema wie eine Art Dokumentarfilm darzustellen, vor allem in Bildern und mit viel Stadt- und Kulturgeschichte drumherum.“

Die Mischung aus visueller Präsentation und präzisen, oft humorvollen Kommentaren kam bei der ersten Vortragsreihe schon sehr gut beim Publikum an. Der Andrang wurde so groß, dass sogar einige Besucher abgewiesen werden mussten. Deshalb bot der Verein für Heimatkunde jetzt eine Wiederholung des Themas an. Und auch dieses Mal war die Begeisterung groß.

Ein jüngerer Besucher sprach von „Gänsehaut“, weil der Vortrag bei ihm viele Erinnerungen an vertraute Bilder, Orte und Menschen der eigenen Stadt hervorrief. Unter den Zuhörern erinnerte Schuldirektor a.D. Dr. Hans Graf mit etwas Stolz daran, dass Marc Albano-Müller einst zu den Schülern seines Märkischen Gymnasiums gehörte.

Vom Fässerschmied zum Patriarchen

Nach dem erfolgten ersten Vortragsteil wird am Dienstag, 27. Oktober, der zweite Teil unter dem Titel „Vom Fässerschmied zum Patriarchen – Albano Müller und die Glanzzeit des Schwelmer Eisenwerks“ vorgestellt. Dieser zweite Teil betrachtet den Zeitraum von etwa 1890 bis 1940 und erzählt von dem sagenhaften Aufstieg, den das Schwelmer Eisenwerk in der ersten Jahrhunderthälfte nahm.

Der Vortrag beginnt an diesem Tag wieder um 19 Uhr im Veranstaltungsraum der Städtischen Sparkasse zu Schwelm, Hauptstraße 63, im ersten Obergeschoss. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen, es wird allerdings um eine Spende gebeten..

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