Gericht

18-Jähriger nach Promille-Irrfahrt vor Gericht

Frömern/Unna. Mit über zwei Promille Alkohol im Blut hat sich ein 18-jähriger Fröndenberger hinters Steuer gesetzt und bei seiner zwei Kilometer langen Fahrt einiges zerstört. Jetzt stand der Fahranfänger vor Gericht.

„Haben Sie das Auto überhaupt noch aufschließen können?“, fragte Strafrichterin Sylvia Block erstaunt den jungen Fröndenberger.

Der hatte es – auch wenn er sich nicht mehr daran erinnern kann – geschafft, nicht nur die Tür zu öffnen und den Wagen in Betrieb zu nehmen, sondern es auch fertig brachte, mit über zwei Promille Alkohol im Blut seinen Pkw über einen halben Kilometer zu bewegen und dabei zwei Zäune und einen Pfosten umzufahren.

In einer Sackgasse gewendet

„Normalerweise trinke ich nur Bier“, erklärte der 18-Jährige gestern vor Gericht, „aber an dem Tag haben wir auch Schnaps getrunken.“ Und die Verträglichkeit des Hochprozentigen hat er ganz offenbar unterschätzt, denn erinnern kann er sich an nichts mehr. Nicht daran, dass er beim Abbiegen von der Von-Steinen-Straße in die Twiete einen Pfosten und einen Zaun umgefahren hat, nicht daran, dass er einen weiteren Zaun am Kesseborn umgelegt und nur schemenhaft daran, dass er dann noch versucht hat, den Wagen in der Sackgasse zu wenden.

Sein Glück, dass ihn ein Zeuge an der Weiterfahrt hinderte und ihm den Autoschlüssel abnahm. Jetzt ist der 18-Jährige nach vier Monaten mit Führerschein um die Erfahrung reicher, dass er erstens keinen Schnaps verträgt, zweitens sein Taschengeld für die Regulierung der Schäden nutzen und sechs Monate auf seinen Führerschein verzichten muss. Ob er dann allerdings einen Führerschein zurück bekommen wird, entscheidet sich bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).

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