Schützenvereine

Austausch über geteilte Sorgen und Nöte

Gruppenbild der Königspaare beim Frühlingsfest der Interessengemeinschaft der Schützenvereine des Kreises Unna in der Schützenhalle Bentrop

Gruppenbild der Königspaare beim Frühlingsfest der Interessengemeinschaft der Schützenvereine des Kreises Unna in der Schützenhalle Bentrop

Fröndenberg.  Manchmal darf auch einfach nur gefeiert werden: In der proppenvollen Bentroper Schützenhalle versammelte sich Samstagabend die Interessengemeinschaft der Schützenvereine des Kreises Unna zum stimmungsvollen Frühlingsfest. Darüber hinaus arbeitet die IG aber auch an Themen, die den Vereinen Sorgen bereiten.

Gegenseitiger Austausch

Gegenseitiger Austausch über geteilte Sorgen und Nöte, einmütige Interessenvertretung nach außen und vor allem die Koordination der Schützenfest-Termine, um Doppelbelegungen zu vermeiden: Das waren die Hauptbeweggründe für die Schützenbrüder und -schwestern, als sie 1953 eine Interessengemeinschaft, kurz IG, der Vereine im Kreis Unna gründeten. Wobei bis heute nur die drei Kommunen Unna, Bönen und Fröndenberg mit Vereinen darin vertreten sind.

Zweimal im Jahr treffen sich aus diesen Vereinen alle Vorstände, um aktuelle Belange zu besprechen. Das ist im Moment vor allem die gesetzliche Neuregelung zur Abnahme von Schießanlagen -- wie sie unter anderem natürlich auch bei Vogelschießen eingesetzt werden --, nach der der Einsatz der Sachverständigen nicht mehr in Eigenregie des Deutschen Schützenbundes erfolgt, sondern durch staatlich bestellte und vereidigte Prüfer. 2008 erfolgte bereits der Erlass, eine fünfjährige Übergangsfrist wurde noch einmal um zwei Jahre verlängert.

„Wie es häufig eben so ist: Die Frist war recht lang, nun kommt sie für die meisten Vereine aber doch recht plötzlich.“ Christian Kratzke ist Geschäftsführer der IG und mit dem Thema entsprechend vertraut. Zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und auch für den „Verleih“ von entsprechenden Sachverständigen, wenn ein Verein eventuell keinen eigenen hat, kann der Schützen-Dachverband gute Dienste leisten. „Heute Abend spielt dieses Thema aber und auch sonstige Sorgen, die manche Vereine mehr, andere weniger bedrücken, keine Rolle. Denn wir sind alle nach Bentrop gekommen, um zu feiern und einen netten Abend zu verleben“, erzählte Kratzke am Samstagabend in der restlos gefüllten Festhalle in Bentrop.

Königspaare mit Hofstaat, Vereinsvorstände und -mitglieder der 17 Vereine brachten viel gute Laune mit und tanzten zu den Klängen der Partyband „Happy Nation“ bis in den frühen Morgen.

Jährliche Veranstaltung

Das Frühlingsfest ist eine jährlich ausgerichtete Veranstaltung und traditionell die große Zusammenkunft der IG im Jahreskreis, trotz der entsprechend getragenen Majestätsinsignien eine gewollt zwanglose Veranstaltung. So zwanglos, dass das ansonsten so liebevoll gepflegte Ritual des Königstanzes hier häufiger mal an mangelnder Disziplin scheitert. „Wir rufen alle dafür auf, aber die Majestäten sind irgendwo in gemütlichen Runden in der Halle oder davor verteilt. Das hat in den letzten Jahren nie funktioniert“, nimmt das Michael Tillmann von den Bentroper Gastgebern und darüber hinaus 2. Vorsitzender der IG mit einem Lächeln betont locker.

Sein Verein ist es übrigens auch, der in kaum mehr als einem Monat die Schützenfestsaison 2015 für Fröndenberg eröffnen darf. Bentrop feiert vom 8. bis 10. Mai. Die Vorfreude auf den Sommer war am Samstag jedenfalls deutlich spürbar.

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