Justiz

Einbrecher macht keine Beute, hinterlässt 10 000 Euro Schaden

Foto: Imago

Fröndenberg.  Fünf Polizeibeamte ertappten in den frühen Morgenstunden des 19. August vergangenen Jahres einen 33-Jährigen bei einer Diebestour im Matthias-Claudius-Kindergarten an der Friedhofstraße. Gestern musste sich der Mann vor dem Amtsgericht Unna verantworten. Das Urteil: zwei Jahre Haft.

Für den Fröndenberger nicht der erste Aufenthalt in einem Gefängnis. Bereits mehrfach war der Mann, auch einschlägig, in Erscheinung getreten. Als Grund für seine Tat im Kindergarten erklärte der Angeklagte, er habe Probleme, wenn er auf freiem Fuß sei. Dann fehle ihm der feste Tagesablauf. Und so sei es zum Einbruch gekommen.

Zuerst hatte der 33-Jährige versucht, sich unter Verwendung eines Schraubendrehers Zutritt zum Gebäude zu verschaffen – ohne Erfolg. Daraufhin hatte er zwei Fensterscheiben eingeschlagen. Im Inneren angekommen, hatte der Angeklagte mit einer zerstörerischen Durchsuchung begonnen. Dabei beschädigte er insgesamt fünf Türen und eine Gitarre. Als Beute hatte sich der Eindringling für USB-Sticks, einen digitalen Bilderrahmen und CDs entschieden. Zum Einstecken der Sachen kam er jedoch nicht mehr. Zu seiner Überraschung standen plötzlich fünf Polizeibeamte vor ihm. Die Beamten vereitelten den Diebstahl.

Übrig blieb jedoch der Vorwurf der Sachbeschädigung. Während seiner Diebestour hatte der Fröndenberger einen Schaden von 10 000 Euro hinterlassen. Das Gericht bildete am Ende unter Einbeziehung eines älteren Urteils eine Gesamtstrafe. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigerin des Angeklagten kündigte gestern Berufung an.

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