Alte Backsteinkapelle wird zum Tatort

Hagen.  Der Tatort stand für Birgit ­Ebbert schnell fest – das Theater an der Volme. „Mein Verlag hatte mir em­pfohlen, einen Krimi , in dem es irgendwie um Agatha Christie geht, zu schreiben. Da seit zwei Jahren in der Backsteinkapelle auf dem Elbersgelände Christie-Stücke gespielt werden, war für mich schnell klar, dass ich meine Geschichte dort verorte“, erklärt die Autorin. „Tod im Tee“, so lautet der Titel des neuen und somit vierten gedruckten Krimis der Wahlhagenerin Birgit Ebbert. „Es ist mein zweiter Krimi, der in Hagen spielt und auf Lokalkolorit setzt“, so die 53-Jährige. Ihr erster, im letzten Jahr erschienener Hagen-Krimi „Schneewalzer“ spielt auf dem Hagener Weihnachtsmarkt, nun entführt die Autorin ihre Leser in das kleine Theater bei Elbers, ferner in den Volkspark und ins Industriegebiet am Haus Busch.

„Tod im Tee“ spielt auf die mörderische Kurzgeschichtensammlung Agatha Christies an. In Ebberts Buch bringt eine Laientheaterprojektgruppe eben diese Stücke auf die Bühne. Bis der Tod auf offener Bühne dann tatsächlich eintritt. Und rein zufällig gehören Krimibuchhändlerin Anja Henke und Kriminalkommissar Gerd Neubert (die beiden ermittelten auch schon in „Schneewalzer“ als Spürnasen-Duo) zum Premierenpublikum. Und rein zufällig fotografiert Anja Henke sogar den Mord . . . Doch so einfach wie gedacht gestalten sich die Ermittlungen dann doch nicht.

Versteckte Türen

„Ich durfte sogar hinter die Kulissen des privaten Theaters schauen“, blickt die Autorin zurück, schließlich sei das Kniffligste in ihrer Geschichte, wie der oder die Täter rein - bzw. rausgekommen sind. „Die Theater-Betreiber In­dra Janorschke und Dario Weberg haben mir Fluchtwege und versteckte Türen gezeigt und mich sehr bei meinen Recherchen unterstützt“, unterstreicht Ebbert.

Seit achteinhalb Jahren lebt die im Münsterland geborene Diplom-Pädagogin, die seit ihrer Grundschulzeit fiktive Geschichten schreibt, in Hagen. „Mein Onkel hatte vor Lichtjahren ein Gedicht zum Geburtstag, Jubiläum oder so bei mir praktisch in Auftrag gegeben. Damals war ich elf und hab’ dafür zehn Mark bekommen“, lacht die noch heute passionierte Schreiberin. Themenwechsel: Birgit Ebbert wohnt tatsächlich in „Hagens neuer Mitte“. Von ihrem Schreibtisch aus blickt sie direkt hinunter auf den Friedrich-Ebert-Platz. „Das lenkt einerseits natürlich vom Schreiben ab, andererseits fließt etliches, was dort unten passiert, in meine Storys ein.“ Eine Idee für ihren nächsten Langkrimi mit Hagen-Bezug hat die Vielschreiberin auch schon: „Die Handlung spielt in Hohenlimburg, mehr wird noch nicht verraten.“

Doch vorher, im Herbst, freut sich Birgit Ebbert auf ein neues Projekt: Im Rahmen eines VHS-Kurses leitet sie einen Krimi-Workshop für Hobby-Autoren auf Schloss Hohenlimburg. Zweifelllos eine geeignete, schöne Location für gruselig-spannende Geschichten. . .

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