Arbeitslosigkeit in Hagen als Faktor

Der recherchierte Wert ist drei Jahre alt. Und Dr. Nikolaus Grünherz, damaliger und mittlerweile pensionierter Leiter der psychiatrischen Klinik am Johannes-Hospital in Boele, beschrieb die Tendenz als steigend. 20 Prozent der Hagener Bevölkerung leidet einmal im Leben an einer Depression oder einer schwereren psychischen Erkrankung. Auf 13 Prozent der Krankschreibungen stand zum damaligen Zeitpunkt schon eine psychiatrische Diagnose.

Der recherchierte Wert ist drei Jahre alt. Und Dr. Nikolaus Grünherz, damaliger und mittlerweile pensionierter Leiter der psychiatrischen Klinik am Johannes-Hospital in Boele, beschrieb die Tendenz als steigend. 20 Prozent der Hagener Bevölkerung leidet einmal im Leben an einer Depression oder einer schwereren psychischen Erkrankung. Auf 13 Prozent der Krankschreibungen stand zum damaligen Zeitpunkt schon eine psychiatrische Diagnose.

Das Verhältnis dabei ist zwei zu eins. Doppelt so viele Frauen wie Männer erkranken an Depressionen. Neben möglichen genetischen Veranlagungen oder einem einschneidenden Lebensereignis haben auch psychosoziale Faktoren Einfluss darauf, ob eine depressive Episode im Leben entstehen kann oder nicht. In Hagen ist beispielsweise die hohe Arbeitslosenquote so ein Faktor (fast elf Prozent Arbeitslosigkeit).

Unsicherheiten, Risikodenken, Unwägbarkeiten, Zukunftsangst – all das kann zum Beginn einer depressiven Episode führen. Wer an einer psychischen Krankheit leidet, fehlt im Durchschnitt 30 Tage an seiner Arbeitsstelle. Noch gravierender ist die Zeit, die ein Betroffener weiter arbeitet, obwohl er bereits an einer psychischen Erkrankung leidet. Die Fehlerquote im Vorfeld einer Depression beispielsweise ist sechs Mal höher als normal.

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