Landwirtschaft

Breckerfelder Bauern unterstützen Nachhaltigkeits-Konzept

Unterstützen die Nachhaltigkeitsoffensive: Mathias Schnepper und Heiner Born, Vorstand im landwirtschaftlichen Ortsverein.

Foto: Jens Stubbe

Unterstützen die Nachhaltigkeitsoffensive: Mathias Schnepper und Heiner Born, Vorstand im landwirtschaftlichen Ortsverein. Foto: Jens Stubbe

Breckerfeld.   Breckerfelds Landwirte stehen hinter dem Nachhaltigkeits-Konzept des Landwirtschaftsverbandes. Das wird bei der Jahreshauptversammlung deutlich.

Eigentlich war es der Landwirtschaftliche Ortsverein Breckerfeld, der zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen hatte. Vorsitzender Thomas Brückner freute sich, dass zusätzlich viele Mitglieder des Ortsvereins Waldbauer ins Haus Mähler gekommen waren.

Grund war das Thema: Die Nachhaltigkeitsoffensive des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes stellten der Vorsitzende Dirk Kalthaus und der Geschäftsführer Heinz-Wilhelm Büscher des WLV-Kreisverbandes Hagen/Ennepe vor.

Landwirtschaft steht zunehmend in der Kritik

„Die Mitglieder unserer beiden Ortsvereine sind daran interessiert mit unseren beiden Gästen zu diskutieren“, erklärte Thomas Brückner. Dirk Kalthaus und Heinz-Wilhelm Büscher erläuterten die Gründe für die Nachhaltigkeitsoffensive des WLV (unsere Zeitung berichtete) und die Notwendigkeit ihrer Umsetzung.

„Die Landwirtschaft ist einer zunehmenden Kritik in allen Gruppen der Gesellschaft ausgesetzt“, so Büscher. „Die Menschen wollen heute wie früher satt werden. Sie hinterfragen allerdings mehr und mehr die landwirtschaftlichen Produktionsmethoden in Tierhaltung, Ackerbau und Obstbau.“

Bauern wollen Akzeptanz zurückgewinnen

Die abnehmende gesellschaftliche Akzeptanz ihrer Arbeit könne die Landwirtschaft nicht mehr allein durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit abwenden. Deshalb sei es das Ziel, durch nachhaltiges landwirtschaftliches Handeln die Akzeptanz in der Gesellschaft zurückzugewinnen.

Dirk Kalthaus ergänzte: „Die deutsche Ernährungsindustrie und die großen Handelsketten geben der Landwirtschaft heute Bedingungen für nachhaltige Produktionsmethoden vor.“ Leider vermisse er die Bereitschaft der großen Handelsketten, die höheren Kosten der nachhaltigen Produktionsmethoden durch höhere Erzeugerpreise auszugleichen.

Betriebe produzieren hochwertige Lebensmittel

Heiner Born, der stellvertretend für viele junge Landwirte steht, die sich gerade entschlossen haben, ihre Familienbetriebe fortzuführen: „Wir sind aktuell dabei, unsere schon seit Generationen nachhaltig arbeitenden Betriebe noch besser aufzustellen. Unsere Betriebe können nur Bestand haben, wenn sie die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren.“ Die heimischen Betriebe erzeugten hochwertige Lebensmittel, weil ihre Betreiber gut ausgebildete Experten in der Nutztierhaltung und im Pflanzenbau seien.

„Wir wissen um die Kreisläufe der Natur bescheid, pflegen unsere Böden und dazu die gesamte Kulturlandschaft“, so Born weiter. Die regelmäßigen Messungen durch Boden- und Wasserproben belegten dies seit Jahren. Er bedauerte, dass Kunden in Befragungen äußerten, dass sie bereit seien, nachhaltig erzeugte Lebensmittel mit bis zu 30 Prozent höheren Preisen zu akzeptieren. Born: „Im Laden greifen die meisten von ihnen nach der Befragung zu den billigsten Sonderangeboten.“

Keine Einwände gegen das WLV-Konzept

Einwände gegen die Aktion des WLV zur Nachhaltigkeit gab es keine. Ulrich Ferron machte gleichzeitig mit anderen deutlich: „Wir dürfen als Landwirte illegales Handeln von wenigen schwarzen Schafen nicht länger hinnehmen.“ Deren Tun sei hauptsächlich die Ursache der abnehmenden Akzeptanz der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Dirk Kalthaus ergänzte: „Schwarze Schafe gehören angezeigt.“

>>HINTERGRUND: ERFOLGREICHER HOFTAG

  • Schriftführer Heiner Born erinnerte in seinem Bericht an den Erfolg des Hoftages der Familie Dahlhaus in Brenscheid im Sommer mit tausenden von Besuchern, die Besuche der CDU-Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf auf den Höfen Schnepper
  • (Epscheid) und Born (Branten), den sehr erfolgreichen Breckerfelder Bauernmarkt und den vom Ortsverein angeregten Außentermin des TÜV auf dem Parkplatz der Gaststätte „Schlagbaum“ im letzten Jahr.
  • Matthias Schnepper vom Ortsverein legte einen Kassenbericht mit einer guten positiven Bilanz vor.
  • Auf Antrag der Kassenprüfer wurden Kassierer und Vorstand einstimmig entlastet.
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