Ausstellung

Motive erzeugen Tiefenräumlichkeit

Stellt in der Galerie Hagenring in Eilpe aus: der Künstler Ulrich Wilhelm Röpke, im Bild vor seinem 2016 entstandenen Werk „Hirschbriefmarke“. Fotos:Yvonne Hinz

Stellt in der Galerie Hagenring in Eilpe aus: der Künstler Ulrich Wilhelm Röpke, im Bild vor seinem 2016 entstandenen Werk „Hirschbriefmarke“. Fotos:Yvonne Hinz

Eilpe.   Ulrich Wilhelm Röpke, Maler und Zahnarzt, zeigt in der Hagenring-Galerie in Hagen-Eilpe 20 Arbeiten mit reliefartiger Oberfläche.

Er wurde in Hannover geboren, lebt seit vielen Jahren in Köln und stellt ab Sonntag in Hagen aus: Ulrich Wilhelm Röpke zeigt in der Hagenring-Galerie in der Eilper Straße unter dem Titel „Weltinnenraum“ an die 20 Gemälde aus.

Die Bilder wirken verschwommen, erzeugen Tiefenräumlichkeit und die Motive mäandern regelrecht über die Leinwand. Mit der Malerei hat sich der Zahnarzt, der in Köln eine Praxis führt, einen Ausgleich zu seiner täglichen Arbeit geschaffen. „Wobei das Malen eher da war“, schmunzelt der Künstler.

In Braunschweig studiert

Als junger Mann studierte Ulrich Wilhelm Röpke an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, erst danach konzentrierte er sich auf Zahnmedizin.

In Hagen zeigt Röpke sechs Großformate und etliche kleinere Bilder, allesamt durch pastosen Farbauftrag gekennzeichnet.

Die reliefartige Oberfläche entsteht – wie der Künstler es ausdrückt – „durch aus der Wucht ­heraus aufgeschleuderte Farb­massen“. Die Farbe verstreicht und zerkratzt Röpke gewollt rabiat, „meine Farbe trocknet nicht, sie führt ein Wesenleben“.

Abstrakte Mikrowelten

Als abstrakte Mikrowelten beschreibt der Maler, der darauf verzichtet, im Vorfeld Studien oder Skizzen seines Hauptmotivs anzulegen, seine Werke, „ich gehe gleich auf die Leinwand.“ Die meist farbenfrohen Arbeiten wecken Assoziationen zu sich bewegender Lava und sie beziehen sich häufig auf klassische Vorlagen.

Wie das Gemälde „Junger Sänger mit Kerze“; das Original stammt von Bigot und ist in der Renaissance entstanden. „Der Künstler würde im meinem Bild sein Motiv wohl kaum wiedererkennen“, schmunzelt Röpke, „mein abstrahiertes Werk hat ein enormes Eigenleben entwickelt“.

Ein weiteres Großformat basiert auf einem Schwarz-Weiß-Foto von 1917, das den jugendlichen Salvador Dali beim Schwimmen zeigt.
Röpkes Gemälde reduziert das Motiv beinahe auf Dalis Gesicht – und er lässt der groben Leinwand viel Platz.

Röhrender Hirsch

Röpkes jüngstes ausgestelltes Werk – es ist 2016 entstanden – zeigt einen echten Klassiker: einen röhrenden Hirsch. „Das Motiv ist eigentlich überbelastet und überstrapaziert, aber dennoch hab’ ich es aufgegriffen, allerdings in ironisierender Form“, erklärt der Maler. Er hat seine Arbeit mit „Hirschbriefmarke“ überschrieben – aufgrund des gezackten, an eine Briefmarke erinnernden Randes.

Einführende Worte im Rahmen der Vernissage am Sonntag, 19. März, um 11 Uhr hält Inmaculada Cencillo Ramirez.

>> TERMINE

Die Ausstellung wird am Sonntag, 19. März, um 11 Uhr in der Hagenring-Galerie eröffnet. Die Gemälde sind bis zum 17. April in der Wippermann-Passage in der Eilper Straße 71 - 75 zu sehen.

Öffnungszeiten der Galerie: di - fr 17 bis 19 Uhr, so 11 - 13 Uhr und nach Vereinbarung.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik