Innenstadt-Markt

„Neue Regelung ist eine Chance“

Obsthändler Horst-Günther Arndt hat die Vorhänge aufgezogen, damit das neue Damenoberbekleidungsgeschäft gesehen wird

Foto: Volker Bremshey

Obsthändler Horst-Günther Arndt hat die Vorhänge aufgezogen, damit das neue Damenoberbekleidungsgeschäft gesehen wird Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.   Der Hauptausschuss hat auch für den Hohenlimburg Markt eine neue Regelung angedacht. Die Händler sehen darin eine Chance.

Die Wochenmärkte erhalten, die Wochenmärkte beleben. Das ist das Ziel der Hagener Verwaltung. Somit auch den Markt in der Hohenlimburger Innenstadt. Das ist die Botschaft aus dem Haupt- und Finanzausschuss vom Donnerstag.

Für den Hohenlimburger und den Elseyer Markt bedeutet das, dass in Zukunft die Händler eigenständig arbeiten sollen und der Marktmeister diese, um Kosten zu sparen, nicht mehr betreuen wird. Zumindest soll das zunächst für einen Übergang von sechs Monaten getestet werden.

Obsthändler Horst-Günther Arndt sieht für Hohenlimburg darin keine Schwierigkeiten. „Ob Radtke, Obermeit oder Bien - wir Händler verstehen uns gut. Das bekommen wir hin.“

Doch welche Aufgaben sind zu stemmen. Bereits um vier Uhr bringt Metzger Carsten Radtke den Verkaufswagen in die Hohenlimburger Innenstadt, zapft die Stromversorgung am neuen Marktplatz an und verlegt die Kabel zur Freiheitstraße, damit Ehefrau Birgit zu einem späteren Zeitpunkt nur noch den Wagen öffnen und mit dem Verkauf der Wurst- und Fleischprodukte beginnen kann. Zu diesem Zeitpunkt hat auch Horst- Günther Arndt den Obststand bestückt und den Strom vom kleinen Vorplatz an der Gaußstraße herangeführt.

Weil alle Hohenlimburger Händler den Platz säubern und den Müll mitnehmen, fallen die Entsorgungskosten weg. Eigeninitiative zahlt sich schon jetzt aus.

Horst-Günther Arndt begrüßt die Idee von Maibritt Engelhardt, dass sich Hohenlimburger Anbieter dem aktuellen Markthändler-Quartett anschließen, um das Angebot zu erweitern. Arndt: „Ein Blumenstand. Oder auch Honig.“

Doch was müssen diese dann zahlen? Was und wie abgerechnet werden soll, ist nämlich noch nicht geklärt. „Wir werden das Gespräch mit den Markthändlern führen. Diese sollen zukünftig nicht mehr nach den für Hagen üblichen Marktgebühren, sondern nach einer Sondernutzungsgebühr abgerechnet werden“, sagt Thomas Bleicher, Pressesprecher der Stadt Hagen. Auch die Hohenlimburger Bezirksvertretung wird sich deshalb noch einmal mit diesem Thema beschäftigen.

Potenzial ist vorhanden

Maibritt Engelhardt sieht in dieser aktuellen Diskussion eine Perspektive. „Es ist schön, dass uns dadurch neue Chancen gegeben werden. Da sehe ich Potenzial. Die Händler werden durch Eigeninitiative den Markt aufwerten.“

Ob das für Elsey auch möglich ist, bleibt abzuwarten. Dort steht am Freitag bereits ab 10 Uhr der Fischwagen des Fischhandels Freudenreich aus Dortmund; ein Metzger und eine Honig-Händlerin stoßen am Nachmittag hinzu. Das ist alles. Ob deshalb die Idee der Stadt Hagen, auf Eigeninitiative zu setzen, auch auf dem Dorfplatz zukünftig für ein größeres Angebot sorgen wird?

Die Öffnungszeiten

Von 7.30 Uhr bis 13 Uhr ist am Freitag der Wochenmarkt in der Hohenlimburger Innenstadt geöffnet.

Ab 14 Uhr öffnen offiziell die Stände in Elsey auf dem Dorfplatz. Der Fischwagen ist aber am Morgen bereits ab 9.30 Uhr vor Ort.

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