Sarrazin berichtet über Weltfrauen-Konferenz

Hohenlimburg / Kathmandu.  „Frauen erklimmen die höchsten Berge.“ So lautete das Motto der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Dieser wohnte die Hohenlimburgerin Margret Sarrazin von Frauenverband Courage Hagen vom 13. bis 18. März im weit entfernten Nepal bei. Sechs Tage lief dort in der Hauptstadt Kathmandu die Konferenz.

Jetzt lud der Frauenverband Courage zu einer Diashow über diese außergewöhnliche Ereignis ins „Alt Reher Stübchen“ ein. Dort berichtete Margret Sarrazin über diese besondere Konferenz. Bereits die erste Weltfrauenkonferenz vor Jahren in Venezuela hatte der heimische Frauenverband unterstützt.

Die Hohenlimburgerin verschaffte den Zuhörern ein Bild von dem Binnenstaat, seiner Kultur, seiner Infrastruktur, seiner Landwirtschaft, seiner politischer Lage und insbesondere der Stellung der Frau. „Nepal wird durch seine Prägung von alten Traditionen und Vorstellungen rückständig gehalten“, berichtete sie. „Eine Frau hatte bis vor wenigen Jahren, im Vergleich zu einem Mann, keine große Wertschätzung. Doch die Frauen wurden stark im Kampf gegen eine solche Unterdrückung. Sie trugen im Jahr 2008 zum Sturz des Königs bei. Nun steht das Frauenrecht auch in der Verfassung, doch es muss auch in der Umsetzung funktionieren.“

In einer Höhe von 1300 Metern über Normalnull kamen Frauen aus aller Welt zusammen, um sich gemeinsam für ihre Gleichberechtigung einzusetzen.

Demonstration für Frauenrechte

Begonnen wurde die Veranstaltung mit einer eindrucksvollen Eröffnungszeremonie mit Tanz und auch mit einer Demonstration für Frauenrechte, welche bereits vorab in vielen Ländern vorbereitet worden war. „Endlich ging alles los“, sagt Margret Sarrazin. „Ich hatte das Gefühl, als würde man sich schon ewig kennen, obwohl man sich das erste Mal im Leben gesehen hat.“ Ein vielseitiges Programm mit Workshops zum Thema Frauenbewegung stand an den folgenden Tagen im Mittelpunkt. Höhepunkt war dann die Generalversammlung mit insgesamt 74 Delegierten aus 48 Ländern. Das erste Mal gab es, zur besseren Verständigung, eine simultane Übersetzung in acht Sprachen. Ausgeprägte Gastfreundschaft war eine der wichtigen Erfahrungen, die Margret Sarrazin wieder mit nach Hohenlimburg nehmen konnte. „Die nepalesischen Frauen waren sehr stolz darauf, all die Frauen aus unterschiedlichsten Ländern zu Gast zu haben.“

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