Öffentliche Kunst

Sicherer Platz für Plastik vor dem Ratssaal

Im Frühjahr 2007 wurde die Plastik als Teil der Skulpturenallee in der Bahnhofstraße enthüllt. Dort wurde das Kunstwerk jedoch zum Opfer von unbekannten Vandalen.

Foto: Kleinrensing

Im Frühjahr 2007 wurde die Plastik als Teil der Skulpturenallee in der Bahnhofstraße enthüllt. Dort wurde das Kunstwerk jedoch zum Opfer von unbekannten Vandalen. Foto: Kleinrensing

Hagen-Mitte.   Eine Bronze-Plastik von Bernhard Heiliger soll künftig vor dem Hagener Ratssaal stehen. Die Stadt hofft, dass sie dort vor Vandalen sicher ist.

Eine neue, den Hagener Kunstkennern jedoch bestens vertraute Skulptur soll künftig das Foyer vor dem Hagener Ratssaal zieren. Die Bezirksvertretung Mitte wird heute beschließen, dass die Bronzeplastik von Bernhard Heiliger mit dem Titel „Vegetative Form“ an Stelle einer künstlichen Palme an die Fensterfront des politischen Rathauses gerückt wird. Damit soll gewährleistet sein, dass das knapp zwei Meter hohe Gebilde auch von außen optimal betrachtet werden kann.

Das Werk von Bernhard Heiliger (1915-1995), der zu den wichtigsten Bildhauern der europäischen Nachkriegsmoderne zählt, gehört zur Sammlung des Karl-Ernst-Osthaus-Museums. Die „Vegetative Form“ stammt aus dem Jahr 1958 und steht für das frühe Schaffen des mehrfach ausgezeichneten Künstlers mit internationalem Renommee.

Im Rathaus-Foyer soll die Plastik in harmonischer Kombination mit einem Bronzerelief von Eva Niestrath-Berger (1914-1993) adäquat zur Geltung gebracht werden. Für das Werk der bedeutenden Hagener Bildhauerin wird im Rathaus-Foyer noch ein Gemälde der Hasper Hütte weichen müssen.

An der Skulpturenallee beschädigt

Bereits vor zehn Jahren gab es schon einmal den Versuch, das Heiliger-Werk als Teil der „Skulpturenallee Bahnhofstraße“ prominent zu platzieren. Allerdings wurde die Plastik (Wert: ca. 30 000 Euro) im Juni 2012 von unbekannten Vandalen so schwer beschädigt, dass sie wieder entfernt werden musste.

Da Kunstwerke im öffentlichen Raum in Hagen keinerlei Versicherungsschutz genießen, gelang es erst jetzt durch Restaurierungsmittel aus dem Fachbereich Kultur die Beschädigungen durch eine Kunstschmiede beseitigen zu lassen. An dem neuen Standort soll die Plastik zum einen vor Diebstahl und Vandalismus geschützt sein, aber gleichzeitig die gebotene öffentliche Beachtung finden.

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