Energie

Bau des RWE-Batteriespeichers in Herdecke schreitet voran

Auf dem Gelände des Pumpspeicherkraftwerks von RWE entsteht der erste Batteriespeicher. Auch eine Schaltanlage soll bald gebaut werden.

Foto: RWE

Auf dem Gelände des Pumpspeicherkraftwerks von RWE entsteht der erste Batteriespeicher. Auch eine Schaltanlage soll bald gebaut werden. Foto: RWE

Herdecke.   Stromproduzent RWE meldet weitere Fortschritte beim Batteriespeicher-Bau am Ufer des Hengsteysees. Mit dem Projekt betritt der Konzern Neuland.

Immer mehr Planungen betreffen das schmale Gelände des Herdecker Pumspeicherkraftwerks am Ufer des Hengsteysees. Während die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur mit den Sicherungsarbeiten am alten Koepchenwerk im Spätsommer beginnen und in Kürze die Maßnahmen ausschreiben will, ist der Energiekonzern RWE schon einen Schritt weiter. Der Stromproduzent vermeldet weitere Fortschritte beim Batteriespeicher-Bau.

Mit der Anlage, die über eine Speicherkapazität von sechs Megawatt verfügt, betritt das Essener Unternehmen Neuland und sieht sich als einen wichtigen Partner der Energiewende. „Nachdem Anfang Februar der erste 40-Fuß-Container geliefert und mit Hilfe eines Autokrans aufgestellt wurde, kamen jetzt die beiden weiteren Container und die Mittelspannungsschaltanlage“, berichtet Projektleiter Tobias Homann aus dem Bereich Business Development von RWE Power. Insbesondere die drei nun platzierten Container sind für Spaziergänger am Hengsteysee sichtbar.

Bald auch Schaltanlage

„Auf der Baustelle ist der Platz für diese vielen und großen Anlieferungen sehr begrenzt. Daher bedeutete die zeitgleiche Lieferung der drei Anlagenteile einen enormen logistischen Aufwand und viel Rangierarbeit für die Lkw-Fahrer.“ Nach sechs Stunden haben alle Teile ihren richtigen Platz gefunden. Als nächstes werden die 120 Kilo schweren Batteriemodule geliefert, 184 Stück pro Container.

In der Folgezeit soll auf dem Gelände auch eine Schaltanlage für Netzanschlüsse entstehen. Die Stadt Herdecke als zuständige Behörde erhielt dafür ebenso einen Bauantrag wie für eine neue Logistikhalle, die im Mittelteil zwischen dem Hang und Maschinenhaus zusätzlichen Lagerplatz bringen soll. Auch diesbezüglich haben sich RWE und Industriedenkmal-Stiftung ausgetauscht, damit beide Nachbarn ihre Projekte voran treiben können. So sagte Dr. Sabine Burggräf als Architektin der Stiftung, dass RWE während der Bauzeit der Halle vorübergehend Material im alten Maschinenhaus unter der 3200 Quadratmeter großen Dachfläche platzieren werde.

Zeichen der Zusammenarbeit

Das sei ein weiteres Zeichen der guten Zusammenarbeit, zumal der Energiekonzern im Gegenzug viele Informationen und Pläne zur Verfügung stelle oder auf Fragen recht zügig ausführliche Antworten liefere. „Die RWE-Mitarbeiter entwickeln vor Ort fast schon so eine Art Stolz, sich am Erhalt des Denkmals beteiligen zu können“, sagte Stiftungs-Sprecherin Dr. Marita Pfeiffer.

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