Interview

Schürzenjäger machen Naturbühne unsicher

Die Schürzenjäger freuen sich immer wieder auf Elspe Festival.

Foto: Andre Havergo

Die Schürzenjäger freuen sich immer wieder auf Elspe Festival. Foto: Andre Havergo

Kreis Olpe.   Alpine Lebenslust und ein Schuss Rebellion: Die Schürzenjäger kommen wieder nach Elspe.

Spaß, alpine Lebenslust und ein bisschen Rebellion – nicht weniger will die Band Schürzenjäger aus dem österreichischen Zillertal in ihren Songs transportieren. Eine Mischung, die offenbar bei den Musikfans im Kreis Olpe gut ankommt: Die mittlerweile schon in der zweiten Musikergeneration auftretende Gruppe kommt in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal nach Elspe und rockt dort im Saloon. Die WESTFALENPOST hat mit Bandleader und Schlagzeuger Alfred Eberharter Junior über die Band, ihre Auftritte in Elspe und die Fans im Sauerland gesprochen.

„Schürzenjägerzeit“ in Elspe: Was macht eigentlich die Auftritte hier bei uns in der Region aus? Im Oktober spielt ihr ja schon zum sechsten Mal im Saloon der Westernstadt. Woher kommt die Treue zum Sauerland, die viele andere bekannte Bands nicht mehr haben?

Alfred Eberharter Jr.: Die Konzerte in Elspe sind eigentlich immer eine riesige zweieinhalbstündige Party – und das für alle Beteiligten. Neben der tollen Szenerie ist im Elsper Saloon vor allem die Nähe zum Publikum toll. Man ist da als Band von der Bühne aus wirklich mega nah an den feiernden Leuten dran. Das gibt es so wirklich nicht überall. Unter anderem deshalb kommen wir auch immer wieder gerne her.

Wie gefällt es Euch denn generell hier im Sauerland? Habt ihr bei Euren Besuchen eigentlich schon viel von der Gegend um Elspe herum gesehen?

Das ein oder andere natürlich schon. Aber mal ehrlich zugegeben: insgesamt sicherlich noch nicht all zuviel. Wir haben ja meist nur einen Tag Zeit und sind dann natürlich auch noch mit den Vorbereitungen für das Konzert beschäftigt. Und danach geht es meistens schon direkt weiter. Alles was wir aber bisher hier erlebt und gesehen haben, hat uns aber sehr gut gefallen.

Dabei sagt man den Menschen im Sauerland ja hier in Deutschland häufiger nach, schon eine gewisse Zeit zu benötigen, um mal so richtig aus sich raus zu kommen. Wie empfindet ihr das bei euren Auftritten hier vor Ort?

Wir kommen mit der Band ja wirklich weit herum, haben beispielsweise schon in Holland, in der Schweiz oder auch in Brasilien gespielt. Wenn ich da das Sauerland und speziell unsere Fans hier vergleiche, dann kann ich schon sagen, dass das nicht stimmt. Im Gegenteil, die Leute sind bei unseren Konzerten in Elspe immer von Anfang an extrem gut drauf und feiern mit.

Für diejenigen, die noch nie auf einem Konzert von euch waren: Wer fühlt sich denn aus eurer Sicht so alles bei den Schürzenjägern wohl? Was erwartet die Gäste?

Erfahrungsgemäß setzt sich das Publikum auf unseren Konzerten eigentlich immer ganz unterschiedlich zusammen, das ist schon sehr gut durchgemischt, von jung bis alt. Vereinfacht gesagt ist jeder, der Lust auf handgemachte Musik hat, bei uns richtig. Und ein Schürzenjäger-Konzert ist auf jeden Fall auch immer ein Erlebnis für die ganze Familie, denn musikalisch bieten wir eine ganze Menge Abwechslung. Es geht bei uns zwar vor allem rockig zu, wir haben aber auch volkstümliche Klänge und Einflüsse aus der Country- und Popmusik in unseren Songs.

Stichwort Rock: Die Schürzenjäger waren schon immer rockig. Mittlerweile seid ihr aber noch mal eine Nummer rockiger geworden. Woher kommt das?

Das liegt vor allem an den neuen Musikern in unserer Band. Viele kommen halt aus der Rock-Ecke. Unser Gitarrist Dennis kommt aber zum Beispiel aus dem Bereich Country und bringt auch seine Einflüsse mit in unsere Musik ein. Das ist eine sehr spannende Mischung, wie ich finde.

Stichwort Alpenrock: Der liegt, auch hier bei uns im Sauerland, mittlerweile ziemlich im Trend und ist auch auf so manchem Schützenfest zu hören. Woher kommt deiner Meinung nach die neue Begeisterung für diese Mischung aus Rock’n’roll, Volksmusik und deutschen Texten?

Es gibt tatsächlich einen Trend zu diesem musikalischen Cross-over - auch wenn der eigentlich gar nicht mehr so neu ist. Meiner Meinung nach liegt das vor allem an den vielen jungen Künstlern, die sich in den letzten Jahren etabliert haben und diese Richtungen gut zusammenbringen. Etwa ein Andreas Gabalier, der den Geschmack der Leute trifft. Den Grundstein haben aber auch Leute wie Hubert van Goisern oder auch die Schürzenjäger gelegt, die es ja schon ziemlich lange gibt. Ich denke, den Leuten gefällt daran, dass die Musik nicht so alltäglich ist.

Kartenvorverkauf angelaufen

Der Kartenvorverkauf für das diesjährige Konzert der „Schürzenjäger“ um Alfred Eberharter Junior im Saloon des Elspe Festival läuft bereits. Die Band spielt in diesem Jahr am 28. Oktober (Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr) auf dem Wild-West-Gelände. Die Eintrittskarten für den Party-Abend gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen im Kreis Olpe sowie direkt im Internet unter www.eventim.de für 27,50 Euro inklusive Gebühren zu kaufen.

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