Surfclub Sauerland

Surfer freuen sich auf neues Zuhause

Winni Freitag, Vorsitzender des Surfclubs, hat das neue Club-Gebäude fest im Blick.

Foto: Josef Schmidt

Winni Freitag, Vorsitzender des Surfclubs, hat das neue Club-Gebäude fest im Blick. Foto: Josef Schmidt

Sondern.   Ursprüngliche Pläne mussten wegen des Regionale-Projektes geändert werden, jetzt kann der Surfclub loslegen.

Während das Regionale-Projekt in Sondern das Interesse der Öffentlichkeit ganz in Anspruch nimmt, haben Mitglieder des Surfclubs Sauerland in die Hände gespuckt und alle Vorbereitungen für den Bau ihres neuen Clubhauses hinter sich gebracht.

„Die Idee, etwas Neues zu machen, entstand schon 2009 in einem Zug mit den ersten Regionale-Überlegungen“, erinnert sich Winni Freitag, Geschäftsführer des Surfclubs, mit dem wir uns an Ort und Stelle getroffen haben.

Hintergrund: Das alte Clubgebäude war in die Jahre gekommen, der Zahn der Zeit hatte im wahrsten Sinn des Wortes am Holz genagt: „Ursprünglich sollte nur ein Clubraum als Neubau an den bestehenden Sanitärtrakt gebaut und die Sanitäranlagen erneuert werden.“

Es kam alles anders

Doch im Zuge der Regionale kam alles anders. Die See-Ufer-Pläne und der alte Sanitärtrakt passten nicht zusammen, so dass sich der Club in Kooperation mit der Stadt darauf verständigte, ganz neu zu bauen. Dann jedoch mit einer höheren städtischen Finanzspritze (wir berichteten).

Zwei Drittel des ehemaligen, über 100 m langen, parallel zum Biggestrand verlaufenden Clubgeländes, das die Surfer vom Ruhrverband gepachtet hatten, wurde der Stadt für das Regionale-Projekt abgegeben.

Dort, wo der Club seinen Grill- und Veranstaltungsplatz sowie eine Liegefläche hatte, soll im Rahmen des Regionale-Projekts ein öffentlicher Zugang zum Wasser entstehen.

43 000 statt 25 000 Euro

Hatte die Stadt für das alte Surf-Club-Projekt eine Fördersumme von 25 000 Euro genehmigt, waren es nach der Einigung auf den Neubau 43 000 Euro.

Insgesamt, so der Geschäftsführer, kalkuliere man für den Neubau jetzt Kosten von rund 155 000 Euro. Dafür müsse der Club einen Kredit von rund 60 000 Euro stemmen, sein Eigenkapital aufbrauchen und jede Menge Eigenleistung beisteuern.

Freitag: „Bis jetzt haben wir vom Club schon rund 700 Stunden geleistet“, nach Fertigstellung des Projekts „werden es sicherlich rund 2400 sein.“

Das neue Gebäude wird ein Fertigbau in Holzständer-Bauweise sein - von der Gerlinger Firma Häner.

Die Abbrucharbeiten des alten Clubgebäudes sind komplett abgeschlossen, der freigeräumte Platz wartet auf die Bodenplatte, die Ende Mai gegossen wird.

Richtfest: 10. Juli

„Das Richtfest ist für den 10. Juli geplant, der Einzug soll im September diesen Jahres erfolgen“, schaut Freitag in die Zukunft.

Neben dem neuen Clubgebäude hat Freitag noch ein weiteres Projekt im Auge - das bekannte Seenachtsfest, dass jedes Jahr, je nach Wetterlage, tausende Besucher nach Sondern lockt. Das Fest organisieren der Surfclub, der Musikverein, die Sportfreunde Biggetal und die Biggesee-Schifffahrt gemeinsam.

Trotz der umfangreichen Regionale-Bauarbeiten, so Freitag, habe man die Garantie der Stadt, dass „hier alles stattfinden kann.“ Der Termin steht fest: Samstag, 29. Juli.

Surfclub in Zahlen

Dem Surfclub Sauerland gehören derzeit 168 Mitglieder an. Das verkleinerte Clubgelände ist etwa 2500 Quadratmeter. In den neuen Sanitärtrakt integriert wird eine öffentliche behindertengerechte Toilette.
Das neue Club-Gebäude wird 19 x 6 m groß.

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