Grundschule Oedingen

Waldklassenzimmer herausgeputzt

Mit Harke, Besen und Schubkarre rückten am Samstag in den Vormittagsstunden Schüler, Eltern und Betreuer der Grundschule Oedingen an.

Foto: Nicole Voss

Mit Harke, Besen und Schubkarre rückten am Samstag in den Vormittagsstunden Schüler, Eltern und Betreuer der Grundschule Oedingen an. Foto: Nicole Voss

Oedingen.   Mit Harke, Besen und Schubkarre rückten Schüler, Eltern und Betreuer an. Sie brachten ihr Waldklassenzimmer auf Vodermann

Mit Harke, Besen und Schubkarre rückten am Samstag in den Vormittagsstunden Schüler, Eltern und Betreuer der Grundschule Oedingen an. Es ist kurz vor 10 Uhr, als am vereinbarten Treffpunkt hinter der Grundschule eine stattliche Zahl Helfer eingetroffen ist. Warm eingepackt mit regenabweisender Kleidung und Tatendrang will die gemischte Truppe trotz Dauerregen zu Werke gehen. Ziel ist es das Waldklassenzimmer auf Vordermann zu bringen, damit es bald wieder, wenn das Wetter mitspielt genutzt werden kann. Das Waldklassenzimmer wenige Meter neben Grundschule und Kindergarten leisten einen wertvollen Beitrag, Umweltthemen in den Schulalltag zu integrieren. Die Stühle bestehen aus 35 bis 40 Zentimeter starken und etwa 45 cm hohen Baumstammabschnitten aus Eiche. Die Tischplatten der sieben Tische wurden aus acht Zentimeter starken Eichenplatten gefertigt, so dass die Stühle und Tische Wind und Wetter trotzen können. Aus Sicherheitsgründen sind in dem „Zimmer“ noch Hackschnitzel ausgelegt und es wurde eine Zaunumrandung angebracht. Der Unterricht kann tage- und klassenweise bei gutem Wetter komplett nach draußen verlegt werden.

Einmaliges Projekt

Das in der Region einmalige Projekt wurde bereits nach der Einweihung im vergangenen Jahr gerne genutzt und ist ein Beispiel für das Engagement der Eltern und des Fördervereins, der es Dank Sponsoren, die auf einer Tafel festgehalten sind, umsetzten. Dass auch andere Schulen und Kindergärten das Waldklassenzimmer erwandern und nutzen sollen und dürfen, war von Anfang an eine Maxime. Die Lehrer stehen dahinter und auch die Grevenbrücker möchten es gerne nutzen. Das Waldklassenzimmer erhöht die Attraktivität des Schulstandortes, sind sich alle einig. Auch bei der Schaffung eines Lese- und Computerrraumes zeigten der Förderverein und einige Spender volles Engagement. Ein weiterer positiver Aspekt für die Oedinger Grundschule ist, dass alle Schüler an der „Schule 8 bis 1“ teilnehmen. Alles im grünen Bereich? Keineswegs! Die Stimmung ist trotz Tatendrang getrübt. Das Damoklesschwert, elf Kinder abweisen zu müssen, da wegen der Klassenrichtzahl keine zweite Eingangsklasse in Oedingen gebildet werden kann (wir berichteten) ragt hinter den Aufräumarbeiten. Zwar hatte die Stadt ausnahmsweise eine zweite Eingangsklasse beantragt, doch hat der RP dies abgelehnt. Die Oedinger Eltern fordern eine andere Verteilung der Eingangsklassen: zwei in Oedingen und eine am Hauptstandort in Grevenbrück. Mittwoch berät der Rat.

Befürchtungen der Eltern

„Wir haben eine Super-Schule“, so Schulpflegschaftsvorsitzende Nadine Eickelmann. Dem pflichtet Ralf Siepe, zweiter Vorsitzender des Fördervereins bei: „Wir haben einen Motor, der rund läuft und jetzt ins Stocken gerät.“ Die Befürchtungen der Eltern und Lehrer gehen weiter. „Das ist eine Gefahr für den Ort. Die Ablehnung einer zweiten Eingangsklasse zieht einen Ratenschwanz mit sich. Wenn die Kinder einmal weg sind, kommen sie auch nicht wieder“, ist sich Christian Stöcker, Vorsitzender des Fördervereins sicher. Bedenken werden auch bei Björn Freimuth mit Blick auf den Sportverein deutlich. Kathrin Müller, Mutter eines Grundschulkindes und eines zukünftigen Erstklässlers äußert Bedenken: „Wir müssten dann die Kinder trennen.“

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