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Schließungspläne: Ministerin Steffens kommt nach Meschede

Die Hebammen des Mescheder Krankenhauses hatten Unterschriften gegen die Schließung ihrer Abteilung gesammelt und an Bürgermeister Christoph Weber übergeben.

Foto: Jürgen Kortmann

Die Hebammen des Mescheder Krankenhauses hatten Unterschriften gegen die Schließung ihrer Abteilung gesammelt und an Bürgermeister Christoph Weber übergeben. Foto: Jürgen Kortmann

Meschede.   Gesundheitsministerin Steffens will sich in die beabsichtigte Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe im Mescheder Krankenhaus einmischen.

Barbara Steffens, Gesundheitsministerin des Landes, kommt im Januar nach Meschede. Anlass ihres Besuchs ist die beabsichtigte Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Walburga-Krankenhaus.

Resolution nach Düsseldorf

Zuletzt hatte Bürgermeister Christoph Weber die Resolution des Stadtrates, in der gefordert wird, die Abteilung nicht zu schließen, an das Ministerium geschickt. Wie berichtet, sollen Gynäkologie und Geburtshilfe im Herbst 2017 zum Klinikum Arnsberg verlagert werden. Im Gegenzug soll Meschede die Urologie von dort erhalten – so die Ziele der Krankenhäuser. Die Ministerin selbst schreibt dazu zurück: „Die Vereinbarung zu einer engen Kooperation und gegenseitigen Stärkung der Standorte im Hochsauerlandkreis, mit der Zielsetzung eine optimale Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner zu gewährleisten, begrüße ich.“

Sie hoffe, dass es gelinge, „eine sachgerechte Lösung“ für das Mescheder Krankenhaus und für die Gesamtversorgung im HSK zu finden. Steffens betont, bisher seien die Planungen noch nicht in ein Konzept gefasst und nicht von der Planungsbehörde, der Bezirksregierung, geprüft worden. Deshalb könne sie „keine verbindlichen Aussagen zu der Situation treffen“.

Bürgermeister über Ministerin „verwundert“

„Sehr bedauert“ wird von der Ministerin, dass bei einem Gespräch zwischen Stadtrat und Krankenhäusern Anfang Oktober in Meschede weder das Ministerium noch die Bezirksregierung eingeladen gewesen sei. Darauf wiederum reagiert Bürgermeister Weber in einem Brief „mit Verwunderung“: Die Vorgehensweise sei mit der Bezirksregierung im Vorfeld abgestimmt gewesen – sie habe erklärt, dass niemand von der Behörde daran teilnehme, weil sie offiziell damit inhaltlich nicht beschäftigt sei.

Weber erneuert seine Forderung, „bei den anstehenden Prüfungen in Ihrem Haus die medizinische Versorgung im Raum Meschede sowie im Osten und Süden des Hochsauerlandkreises im Blick zu halten“ und der Schließung von Gynäkologie und Geburtshilfe entgegenzuwirken.

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