Virus

Ferienlager in Sundern endet für 30 Kinder im Krankenhaus

Ein unbekannter Virus wurde bei der CAJ-Gruppe aus Steinfurt in der  Westenfelder Schützenhalle festgestellt.

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Ein unbekannter Virus wurde bei der CAJ-Gruppe aus Steinfurt in der Westenfelder Schützenhalle festgestellt. Foto: WP

Sundern/Steinfurt.   Großalarm in einem Ferienlager der CAJ des Kreises Steinfurt im Sunderner Ortsteil Westenfeld: Von 80 Kindern und Leitern waren etwa 50 von einem heftigen Brechdurchfall befallen. Die Notärzte lösten in der Nacht einen sogenannten MANV (Massenanfall von Verletzten) aus. 30 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren und Betreuer wurden am Samstag nach einem speziellen Plan in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Das Ende ihrer Ferienfreizeit im Sunderner Ortsteil Westenfeld hatten sich 80 Kinder und Betreuer eigentlich anders gedacht: Doch in der Nacht zu Samstag trat bei einigen Kindern der CAJ aus Recke-Steinbeck ein starker Brech-Durchfall auf. Der alarmierte Notdienst kam gegen Mitternacht erstmals in die Schützenhalle Westenfeld und stellte die Erkrankung bei etwa 50 Kindern und Erwachsenen fest.

Gestern Mittag konnte der Ltd. Notarzt des HSK, Dr. Andreas Siermann, vorsichtige Entwarnung geben: „Ein Schnelltest im Labor in Soest hat ergeben, dass es sich nicht um einen Noro-Virus handelt.“ Was der Auslöser der akuten Magen- und Darmerkrankung ist, konnte Dr. Siermann noch nicht sagen.

Nachdem in der Nacht ein MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst wurde, begann gegen 11 Uhr am Samstag der Abtransport der schwerer erkrankten Gruppe in die Krankenhäuser nach Marsberg, Hüsten und Meschede. Diese Gruppe umfasst nach Dr. Siermanns Aussagen etwa 30 Personen. Alle wurden in einem Zelt dekontaimiert und dann in die Krankenhäuser gebracht.

Die Anreise der zweiten Gruppe der Christlichen Arbeiterjugend aus dem Kreis Steinfurt wurde am Samstag noch kurzfristig gestoppt. Schon am frühen Morgen reiste eine Gruppe von ca. 25 Personen in den Kreis Steinfurt zurück, dies waren alles Personen, die ohne Sympthome als unbedenklich eingestuft wurden.

Im Einsatz waren in dem komplett abgesperrten Bereich um die St.-Agtha-Schützenhalle etwa 200 Kräfte, vor allem der Sondereinsatzgruppen des HSK und des Kreises Soest. Notfallhelfer kümmerten sich um besorgt angereiste Eltern aus Steinfurt.

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