Osterbrauch

250 Besucher auf Eierjagd im Schieferschaubergwerk

Als die bunten Sicherheitshelme verteilt sind, geht die Jagd im Raumländer Stollen des Schieferschaubergwerks los.

Foto: Mark Simon Wolf

Als die bunten Sicherheitshelme verteilt sind, geht die Jagd im Raumländer Stollen des Schieferschaubergwerks los. Foto: Mark Simon Wolf

Raumland.   Kaum sind die Sicherheitshelme verteilt, geht die Eier-Jagd im Raumländer Stollen los.

250 Besucher haben eine Mission: Viele bunte Eier im Raumländer Schieferschaubergwerk finden. Kaum sind die Sicherheitshelme verteilt, geht die Eier-Jagd im Raumländer Stollen los. Die Gruppen von 25 Kindern rasen mit den Eltern im Schlepptau durch das nasskalte Ambiente der Schieferwände und filzen jede noch so kleine Ritze auf der Suche nach bunt gefärbten Ostereiern.

Seit fünf Jahren veranstaltet der Träger des Stollens, der Ortsheimatverein Schieferschaubergwerk Raumland, am Ostersamstag die Eiersuche – mit bester Resonanz: „Es kommen in den zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr mittlerweile 250 Leute, die Kinder sind von dieser Aktion jedes Jahr sehr begeistert“, sagte Jutta Plaschke zufrieden.

Auf der abgezäunten Fläche vor dem Bergwerk stehen zudem Sitzmöglichkeiten, um auch den begleitenden Eltern vor und nach der Suche den Nachmittag mit frisch gebackenen Waffeln zu versüßen.

Bergwerk vorher abgesichert

Insgesamt sind 250 Eier im Schieferschaubergwerk versteckt und in den meisten Fällen werden alle von den Kindern gefunden. Dass im Laufe des Jahres dennoch mal noch ein Osterei während den Führungen auftaucht, kommt laut Plaschke „ab und an mal vor“. Für die Sicherheit auf dem schwierigen Terrain hatte Achim Berkhahn gesorgt. Der Raumländer klopfte im Stollen, in den die Kinder bis zu 100 Meter hereingehen, alle Wände und Gesteinsbrocken ab, um etwaigen Lockerungen im Felsen frühzeitig entgegenzuwirken. Auch vor dem Bergwerk sicherte Berkhahn notwendigerweise das Terrain, da der Stollen direkt an der L 553 zwischen Raumland und Dotzlar liegt.

Dass sich dieser große Aufwand lohnt, zeigte sich im Laufe der Jahre. Als die Aktion im Jahr 2012 anlief, folgten rund 50 Kinder dem Aufruf zur Osterei-Suche im Stollen. Doch schon im zweiten Jahr, musste Berkhahn zwischendurch nach Hause fahren, um zusätzlichen, frischen Waffelteig zu besorgen, derart groß war der Andrang.

In diesem Jahr lag die Innentemperatur des Bergwerkes bei 7 Grad Celsius, draußen war es etwas wärmer. Abgehalten hat es die begeisterten Kinder nicht, alle zehn Minuten den Stollen zu stürmen und die bunten Eier zu entdecken. Sogar die „Regel“, dass jedes Kind nur zwei Eier finden darf, wird verblüffend genau eingehalten: Jayden (7) und sein Suchkumkpel hatten bereits nach wenigen Metern im Stollen ihre zwei Eier gefunden. Die verbleibenden Minuten lachen sie verschmitzt und verstecken die restlichen Eier, die sie gefunden haben – vermutlich noch besser als die Organisatoren des Schieferschaubergwerkes.

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