Schönes NRW

Bad Berleburg - Alte Residenz und junges Heilbad

Orangerie im Schlossgarten Bad Berleburg.

Orangerie im Schlossgarten Bad Berleburg.

Bad Berleburg.  Bad Berleburg ist in Deutschland vor allem durch das hervorragende Rehabilitationszentrum bekannt. Bei mildem Klima und dem klaren Wasser erholen sich viele Deutsche von leichten oder schweren Verletzungen oder Krankheiten.

Das romantische Kneippheilbad und die liebenswerte Urlaubsregion Bad Berleburg am Rothaarsteig mit seiner mehr als 725-jährigen Stadtgeschichte liegt inmitt en des Naturparks Rothaargebirge (= rauhe Höhe) in einer der waldreichsten Landschaft en der Bundesrepublik. Das prächtige, barocke Schloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein ist Mittelpunkt der historischen Altstadt und prägt noch heute das Stadtbild. Sein reizvoll angelegter Schlosspark, der mit seinem jahrhundertealten Baumbestand dem Heilbad heute als Kurpark dient, lädt zum Spazierengehen und Verweilen ein und erinnert auf Schritt und Tritt an die traditionsreiche Vergangenheit.

Die gesunde Umgebung Bad Berleburgs mit seinem milden Reizklima und den klaren Wassern der Gebirgsbäche bildet die ideale Voraussetzung für die Durchführung einer aktivierenden Gesundheitsmaßnahme. Für ihre erstklassigen, modernen medizinischen und therapeutischen Leistungen sind die Bad Berleburger Rehabilitationskliniken in ganz Deutschland bekannt. Landschaftliche Schönheit und eine weitgehend unberührte Natur verleihen dem alten Residenzstädtchen mit seinen malerischen Fachwerkhäusern den besonderen Reiz.

Wallburgen aus vorchristlicher Zeit

Aus der vorchristlichen Zeit sind drei Wallburgen (Dotzlar, Aue und Wemlinghausen) bekannt. Anfang des 9. Jh. liegen erste urkundliche Nachrichten für Arlfeld und Raumland vor. Aus dem 12. und 13. Jh. sind die Kirchen in Arfeld, Raumland, Elsoff und Girkhausen noch vorhanden. Die heutige Ortschaft Bad Berleburg ist in einer Urkunde des Klosters Grafschaft erstmals 1258 erwähnt. Die Stadt Berleburg entwickelte sich in der Folgezeit zum Mittelpunkt des nördlichen Wittgensteiner Landes. Der Bau des heutigen Schlosses wurde um 1500 begonnen und 1733 vollendet. Das Schloss wird noch heute von der Familie zu Sayn- Wittgenstein-Berleburg bewohnt.

Im Jahre 1825 wurde die Stadt, wie schon zuvor durch zahlreiche andere Brände, durch einen Großbrand zu etwa dreiviertel vernichtet. Durch den Bau der Landstraßen um 1840 (heute B 480) und der Eisenbahnlinie (1890) wurde die Wirtschaftsstruktur der Stadt Berleburg erheblich verändert: Sägewerke, holzverarbeitende Betriebe und eine Papierfabrik waren erste industrielle Anfänge. Zusätzlich entwickelte sich in Bad Berleburg und seinen Orten der Tourismus.

Sehenswertes beim Stadtrundgang durch Bad Berleburg 

P am Schloss

1. Schloss Berleburg, Goetheplatz 8, eine große, nach Osten geöffnete Dreiflügelanlage mit dem mittelalterlichen Kernbau in einem Teil des zweigeschossigen Nordflügels. Nach Süden zeigt sich ein Renaissanceportal mit Wappen und Muschelkrönung. Der Rote Turm entstand wie das übrige Bauwerk von 1555–1557. Statt lich ist der Mittelflügel mit drei Geschossen und 17 Fensterachsen von 1731–1737, umgestaltet von Baumeister Julius Rothweil unter dem Grafen Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Die seitlichen Türme wurden erst 1912 so passend dem Bau hinzugefügt. Der festliche Musiksaal mit umlaufender Empore, Kamin und kleiner Grotte mit prachtvollen Stuckarbeiten von 1735 stammt von Carlo Maria Pozzi. Das Schloss wird zu einem Teil von Seiner Durchlaucht Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg bewohnt; weite Teile werden bei einer Schlossführung gezeigt. Ganzjährig klingt und singt es auch im Schloss von vielfältigen Konzerten, die mit der Internationalen Musikwoche Anfang Juli ihren Höhepunkt haben. Schloss Berleburg, 57319 Bad Berleburg, Tel.: 02751/93601-0

2. Schlosspark: Der westliche Teil des Schlossparks mit Teichen und der Bergquelle des Berlebaches ist ursprünglich als Tiergarten angelegt worden; vor dem Gartenhaus stehen vier allegorische Figuren, gefertigt von J.F. Sommer.

3. Stadtkirche, Neue ev. Pfarrkirche, Schlossstraße (Denkmal d. M. 2001): Vorgängerbau bei dem Stadtbrand von 1825 auf dem heutigen Goetheplatz vernichtet, 1857 wurde die Neue Pfarrkirche nach Plänen des Architekten Buchholz mit bewusst aufgenommenen italienischen Einflüssen gebaut – eine neuromanische Basilika mit polygonalem 4/8-Chorschluss, errichtet aus massivem grauen Bossenmauerwerk, die Gesimse, Gewände und Rundbogenquader aus rötlichem Sandstein. Der quadratische Turm ist an die Seite des Mittelschiff es gerückt und wird von einem achteckigen Zeltdach mit dem lateinischen Kreuz auf einer Kugel bekrönt.

4. Ludwigsburg, Ludwigsburgstr. 5, Bau von Zimmermeister Mannus Riedesel, der ehemalige Stammsitz einer Seitenlinie des Berleburger Grafenhauses. Der Fachwerkbau mit prächtiger Balkenschnitzerei entstand von 1707–1709.

5. Wohnhaus Am Goetheplatz 6 (Denkmal d. M. 2003): eines der wenigen Gebäude, die den Stadtbrand von 1825 überstanden haben. Das zweigeschossige Bauwerk mit repräsentativer Hauseingangstür und viergeteiltem Oberlicht weist eine Mansard-Dachkonstruktion auf. Die Fassade wird durch ein Zwerchhaus in der Mittelachse betont.

6. Am Rathaus, Poststr. 44, befindet sich ein asymmetrisch gestaltetes Jugendstilhaus mit Mittelrisalit und zwei übereinander liegenden Holzveranden, zur Zeit Tourist-Information.

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