Soziales

Politik holt die Erndtebrücker Jugendlichen mit ins Boot

Knallbunt, ein echter Treffpunkt für die Jugend ist in Erndtebrück das „Login“ an der Siegener Straße. Hier erläutert Jugendpflegerin Carolin Bem (links) dem Ausschuss für Schule und Jugend die Einrichtung.

Foto: Eberhard Demtröder

Knallbunt, ein echter Treffpunkt für die Jugend ist in Erndtebrück das „Login“ an der Siegener Straße. Hier erläutert Jugendpflegerin Carolin Bem (links) dem Ausschuss für Schule und Jugend die Einrichtung. Foto: Eberhard Demtröder

Erndtebrück.   Einstimmig gibt der Schulausschuss grünes Licht für eine junge „Zukunftswerkstatt“ in Erndtebrück. Das Ziel dabei: viele kreative Lösungen.

Was ist Kindern und Jugendlichen in Erndtebrück wirklich wichtig? Das wollen Jugendpflegerin Carolin Bem und der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der Zielgruppe herausfinden – in einer „Zukunftswerkstatt“. Von der Erndtebrücker Politik gibt’s bereits grünes Licht, jetzt werden junge Menschen zum Mitmachen gesucht.

Eine tolle Aktion, schwärmt Bem im Ausschuss für Schule und Jugend, bei der die Jugendlichen „mit ins Boot geholt werden“ – und eben nicht nur die Politik vom grünen Tisch aus über sinnvolle Angebote für den Nachwuchs entscheidet.

Problempunkt Pavillon angesprochen

Gerade zu öffentlichen Plätzen in Erndtebrück habe man von den Jugendlichen bislang viel Negatives gehört, bedauert die Jugendpflegerin. Hier biete die Werkstatt ein gutes Forum, um einmal darüber zu diskutieren und auch nach positiven Alternativen zu suchen.

„Wir sollten da zuzugreifen“, meint Ausschussvorsitzender Matthias Völkel (CDU) zum Angebot des Kreisjugendrings, die Aktion nach Erndtebrück zu bringen. Mit Blick auf den „Problempunkt Pavillon“ am Mühlenweg gebe es ja durchaus Gesprächsbedarf. Was Völkel meint: Der Pavillon neben dem Hotel Edermühle war bislang oft abendlicher, gar nächtlicher Treffpunkt von Jugendlichen, die dort jedoch auch Lärm machten und das Mobiliar demolierten.

SPD: Auch die Vereine ansprechen

Es sei „eine gute Idee, die Jugendlichen zu beteiligen“, findet auch Tim Saßmannshausen (SPD), doch: „Man sollte auch die Vereine mit ins Boot holen.“ Das mache es jugendlichen Vereinsmitgliedern leichter, gemeinsam den Weg in die Zukunftswerkstatt zu finden. Dann müssten die Initiatoren aber auch „nicht organisierte Jugendliche dazuholen“, ergänzt Jürgen Henrich (CDU). Er lenkt außerdem die Aufmerksamkeit des Ausschusses auf den Sportplatz in Birkelbach. Hier sei im Grunde „jeden Abend etwas los“, seien viele Jugendliche aktiv. Und einige von ihnen kämen sogar mit dem Fahrrad aus dem Kernort Erndtebrück dorthin.

Nicht zuletzt demokratiefördernd

Gedacht sei die Zukunftswerkstatt, die in anderen Kommunen Siegen-Wittgensteins bereits erfolgreich gelaufen sei, für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren, erläutert Anja Mertens vom Kreisjugendring. Es gelte, deren aktuelle Treffpunkte unter die Lupe zu nehmen, den Bedarf der jungen Leute zu erkennen. Die Erfahrung zeige, so das Fazit von Mertens: Eine Zukunftswerkstatt könne jede Menge kreativer Lösungen bringen – und sei obendrein noch „demokratiefördernd“.

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