Radiogeschichte interessant dargestellt

Bad Laasphe.   „Wer eine Radiogeschichte weiß, bitte melden“, animierte Museumsleiter Hans Necker. Dr. Hans-Jürgen Krug hat am Freitagabend bereits vorgelegt. „Als das Radio nach Laasphe kam“ – das war sein Thema, dafür hat er eifrig recherchiert und viele Daten zusammengetragen.

„Wer eine Radiogeschichte weiß, bitte melden“, animierte Museumsleiter Hans Necker. Dr. Hans-Jürgen Krug hat am Freitagabend bereits vorgelegt. „Als das Radio nach Laasphe kam“ – das war sein Thema, dafür hat er eifrig recherchiert und viele Daten zusammengetragen.

Der Rundfunk startet im Jahr 1923, allerdings ist der Sender in der Lahnstadt nicht zu hören. Erst ein Jahr später änderte sich die Situation, doch blieb die Zahl der Hörer anfangs sehr überschaubar. Im gleichen Jahr reist aber ein Herr Direktor Soller nach Laasphe und stellt im damaligen Kurhaus Kohlstädt Radioempfangsanlagen vor.

Mit einer Notiz aus der Wittgen­steiner Zeitung konnte Dr. Krug die Zuhörer zum Schmunzeln bringen: Frauen wurden gewarnt, Kopfhörer zu benutzen. Der Grund wurde gleich mitgeliefert: „Das führt zu Verspannungen im Gesicht.“

Was viele der Interessierten wohl auch nicht wussten: Die Laaspher Bevölkerung hörte vor allem Sender aus Hessen, das lag am Mittelgebirge und dem daraus resultierenden schlechten Empfang. Erst im Jahr 1932 wechselt die Orientierung vom Hessischen zum Westdeutschen Rundfunk.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wird der sogenannte Volksempfänger zur Massenware, schließlich soll die Propaganda möglichst viele erreichen. Erstmals waren auch Live-Sendungen möglich.

Der Vortrag war nicht das einzige, was die Besucher ins Radiomuseum lockte. Zu hören war zudem eine exakt 51-minütige Radiosendung über Wittgenstein und das Hinterland, die ein Team um Dr. Hans-Jürgen Krug produziert hatte – mit vielen historischen Aspekten aus den vergangenen Jahrzehnten. Mitgewirkt hatten dabei natürlich auch Museumsleiter Hans Necker, Niederlaasphes Ortsvorsteherin Waltraud Schäfer sowie Hans-Wilhelm Burholt von Radio Siegen.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik