16-jährige Schwester brutal vergewaltigt Richterin: "Er hat sie mit seinem Körper wehrlos gemacht"

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Finnentrop/Siegen. Wegen Vergewaltigung seiner Schwester hat die 2. Große Strafkammer des Siegener Landgerichtes den 22-jährigen Lennestädter zu 2 Jahren und 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. ...

... Für den Forstwirt gab es damit in der Berufung einen "Rabatt" von 7 Monaten.

Wie berichtet, hatte das Olper Jugendschöffengericht am 11. März 2008 3 Jahre und 4 Monate Freiheitsstrafe verhängt. Während Staatsanwältin Alexandra Löw und Nebenklage-Vertreterin Birgit Kexel-Bruns die Verwerfung der Berufung gefordert hatten, plädierte Verteidiger Peter Schwarzhoff für eine Bewährungsstrafe bis 2 Jahre.

"Die Aussage des Angeklagten ist unschlüssig, die seiner Schwester aber detailliert. Da passt alles zueinander. Es gibt keine Motive für eine bewusste Falschbelastung", meinte Richterin Elfriede Dreisbach. Zum Geständnis des 22-Jährigen in erster Instanz in Olpe komme zudem, dass er die Vorwürfe gegenüber seiner Mutter und einem Psychologen eingeräumt habe.

Nach Überzeugung der Siegener Berufungskammer hat sich am Abend des 20. September 2006 in dem Ort in der Gemeinde Finnentrop Folgendes zwischen den beiden Adoptivkindern abgespielt: Nach einem Zechgelage mit zwei Freunden im Hof des Elternhauses ging der Angeklagte ins Zimmer seiner damals 16-jährigen schlafenden Schwester, legte sich auf sie und hielt ihr den Mund zu, damit sie nicht schreien konnte. "Er hat sie mit seinem Körper wehrlos gemacht", sagte Richterin Dreisbach. Beim 40 Kilo schwereren Angeklagten hatte das Mädchen keine Chance der Gegenwehr. Nachdem er sie ausgezogen hatte, drückte er ihre Beine mit seinen Beinen auseinander und vergewaltigte sie. Danach verabschiedete er sich mit den Worten "Danke Schatz". Noch in der Nacht schrieb das verängstigte Mädchen eine SMS an ihre Freundin: "Er hat es wieder gemacht." Bereits eine Woche zuvor war es laut Dreisbach zu einem sexuellen Übergriff gekommen.

Bei der Tat soll der Angeklagte einen Blutalkoholgehalt von 2 bis 2,5 Promille gehabt haben. "Er wusste, was er tat, aber zu seinen Gunsten gehen wir von verminderter Schuldfähigkeit aus", so Dreisbach. Dies war wohl auch der Grund für die 7 Monate "Rabatt". In erster Instanz hatte das Olper Gericht die Alkoholisierung beim Strafmaß nicht berücksichtigt. Gegen den Angeklagten spreche, dass er seine Schwester im Halbschlaf überrascht habe, für ihn aber, dass er nicht vorbestraft und die Gewalt am unteren Rand war. Dreisbach unterstrich die Folgen für den 22-Jährigen: "Er sollte alles erben und hat seine Existenz verloren. Die Familie hat sich von ihm abgewandt." Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.

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