Verkehr

Gerhard Cröpelin will den Radverkehr in Kleve verbessern

Gerhard Cröpelin aus Kleve setzt sich für einen besseren Radverkehr in Kleve ein.

Gerhard Cröpelin aus Kleve setzt sich für einen besseren Radverkehr in Kleve ein.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kleve.   Der Klever ist vielfältig engagiert. Als Gründungsmitglied des Klever ADFC möchte er die Qualität des Radverkehrs deutlich verbessern.

Der 69-jährige Klever Gerhard Cröpelin ist ein Kümmerer. Sagt er zumindest von sich selbst. Und das muss wohl so sein, denn der Ruheständler kümmert sich ehrenamtlich um vieles, nur nicht um seine Ruhe. Vielmehr kümmert er sich um Menschen, hilft ihnen Perspektiven zu finden, interessiert sich für ihre Leben und Schicksale.

„Wenn jemand Probleme hat, dann habe ich Ideen“, umschreibt er seine Fähigkeit auf schwierige Situationen von Mitmenschen einzugehen. Eine Fähigkeit, die ihn bereits 2016 zum Schiedsmann in Kleve machte. Ein Ehrenamt, dass Kraft und Zeit kostet, aber ihm viel Erfüllung und Freude bereitet.

„Als Schiedsmann ist man Moderator“

„So kann ich helfen, erspare außerdem den Gerichten Arbeit. Als Schiedsmann ist man eigentlich ein Moderator“, erklärt er im Gespräch mit der NRZ. Übrigens ein fahrradfahrender Moderator. Denn sein „Schiedsamt“ liegt nicht im heimischen Wohnzimmer an der Rolandstraße, sondern in einem Raum des VHS-Gebäudes in Kleve. Da lässt er das Auto – wie zumeist – stehen. Cröpelin liebt das Fahrradfahren.

Ebenso wie Frau und die erwachsene Tochter, die ebenfalls beide auf dem Drahtesel zu Hause sind. Deshalb engagiert er sich auch im Ortsverband Kleve des Allgemeinden Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Diese Rad- und Wandergruppe trifft sich jeden 1. Mittwoch (auch heute wieder) um 20 Uhr im Kolpinghaus Kleve. Gemeinsam werden Unternehmungen per Pedes oder Rad geplant und durchgeführt. Und um sich noch besser in einer größeren Gemeinschaft im Kreis Kleve für Radfahrerbedürfnisse einzusetzen, wurde jüngst der Kreisverband Kleve im ADFC aus der Taufe gehoben (die NRZ berichtete) .

„Unser Ziel ist es, den Radverkehr zu verbessern“

Unter anderem mit Cröpelin als Schatzmeister. „Unser Ziel ist es, im Kreis Kleve mittel- und langfristig gemeinsam mit den Städten und Kommunen die Infrastruktur und Qualität für Radfahrer zu verbessern“, bringt es der Schatzmeister auf den Punkt. „Nur wer sich sicher und wohl fühlt fährt auch gerne Rad.“ Was nicht nur den Verkehr entlastet, Parkflächen frei schaufelt und die Umwelt schont, sondern auch sportlich nicht zu verachten ist.

Apropos sportlich: der 69-jährige Cröpelin ist sichtlich fit. Früher machte der gebürtige Schweriner, der in Duisburg aufwuchs und seit 1966 in Kleve seine Heimat fand, auch Leichtathletik. Heute stehen neben dem Radfahren auch regelmäßig Badmintonspielen und das Sport-Programm „50 plus“ bei Merkur auf seinem Fitnessplan.

Urlaube mit dem Fahrrad

Zwar ist der ehrenamtlich tätige Schiedsmann und Schatzmeister ziemlich ausgelastet, aber so ganz reichte es wohl noch nicht. So hat der kaufmännische Angestellte (ehemals Autohaus Wessels und Unternehmen Colt) nun für ein halbes Jahr einen Job in der Küche der Lebenshilfe-Kindertagesstätte angenommen. Wer rastet der rostet. Was Gerhard Cröpelin mithin nicht passieren kann.

Und sollte doch mal zuviel Muße da sein, dann träumt der Radfahrer von weiteren Radtouren mit seiner Frau. Berlin, Brandenburg, Rügen und mehr haben sie sich bereits erradelt. „Ich selbst liebe auch Fernreisen“, gibt Cröpelin zu. Dann ohne Rad. Indien, Kambodscha, Thailand hat er schon gesehen. Von Armenien und dem ehemaligen Mesopotamien träumt er noch.

Infos zum ADFC-Kleverland gibt’s demnächst im Netz unter www.adfc-kleverland.de. Außerdem unter: www.adfc-nrw.de

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