Feuerwehr

Nach Unfall: Leitstelle verwechselt Hattingen mit Schwelm

Diese schwere Unfall passierte am Montagmittag auf der August-Bebelstraße / Ecke Roonstraße in Hattingen. Eines der Autos geriet in Brand. „Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Feuerwehr da war", kritisierte eine Zeugin das Notfallmanagement.

Diese schwere Unfall passierte am Montagmittag auf der August-Bebelstraße / Ecke Roonstraße in Hattingen. Eines der Autos geriet in Brand. „Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Feuerwehr da war", kritisierte eine Zeugin das Notfallmanagement.

Foto: Fischer

Hattingen/Schwelm.  Mehr als doppelt so lange wie vorgesehen brauchte die Feuerwehr zu einem Unfall in Hattingen, bei dem ein Auto in Brand geraten war. Passanten mussten löschen.

Zu einem schweren Unfall kam es am Montagmittag um 13 Uhr an der Ecke August-Bebel-Straße/ Roonstraße in Hattingen. Ein Auto hatte Feuer gefangen. Die Insassen der beiden Hyundai wurden leicht verletzt. Kritik gibt es aber an Polizei und Feuerwehr.

„Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Feuerwehr da war“

Eine 35-Jährige Zeugin hatte den Unfall beobachtet und den Notruf abgesetzt. „Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Feuerwehr da war“, ärgert sie sich. Dabei habe sie am Telefon gesagt, dass das hintere Auto brenne. Dass im Motorraum ein Feuer entstanden sei, bestätigt auch Polizeisprecherin Sonja Wever. Zum Unfallhergang kann sie derzeit noch nichts sagen.

„Das Auto haben dann Passanten gelöscht“, berichtet die 35-jährige Zeugin später der Polizei. Mit Handfeuerlöschern hätten die Helfer die Flammen an dem Wagen erstickt. Die verletzte Frau habe zum Glück selbst aus dem Fahrzeug aussteigen können. Erst nach einer Viertelstunde sei die Feuerwehr am Unfallort in Hattingen angekommen.

August-Bebel-Straße in Hattingen mit Schwelm verwechselt

Wie es zu der Verzögerung kommen konnte, kann Gerd Simon von der Hattinger Feuerwehr nicht erklären. Die Hauptwache wird von der Kreisleitstelle in Schwelm, bei der die Notrufe auflaufen, alarmiert.

Eben hier passierte auch der Fehler, wie Kreissprecher Ingo Niemann zugibt: „Der Mitarbeiter der Leitstelle hat die August-Bebel-Straße in Hattingen mit der August-Bendler-Straße in Schwelm verwechselt“, erklärt er. Entsprechend sei die Feuerwehr in Schwelm alarmiert worden. Dass etwas nicht stimmte, sei dem Mitarbeiter erst im Verlauf der Alarmierung aufgefallen.

„Er hatte noch Hattingen als Stadt im Ohr“, sagt Niemann. Durch die verzögerte Weitergabe der Informationen an die Kollegen der Hauptwache sei es zu einem Zeitverlust von gut fünf Minuten gekommen, entschuldigt sich der Kreissprecher. Ein neuer Kollege sei es nicht gewesen, der hier am Montag seinen Dienst versah.

Kritik übt die 35-Jährige Frau, die den Notruf absetzte aber auch an der Polizei. Auch die habe lange zum Unfallort gebraucht. „Die Polizisten sagten einfach, es sei üblich, dass man in Hattingen so lange wartet, bis ein Streifenwagen da ist“, ärgert sie sich.

Nur zwei bis drei Polizeiwagen in Hattingen

„Der Notruf ging um 13 Uhr ein, um 13.17 Uhr waren die Kollegen an der Unfallstelle“, sagt Sprecherin Wever. Sie weist darauf hin, dass nur zwei bis drei Streifenwagen der Polizei im Hattinger Stadtgebiet unterwegs seien. Nur in Notfällen werde von den angrenzenden Polizeibehörden Unterstützung angefordert, „dann können es aber auch schnell sehr viele Polizisten sein“.

Wever betont: „Sie können sicher sein, dass wir auf direktem Wege so schnell wie möglich kommen“. Sie erklärt, dass der Streifenwagen nicht von der Hauptwache, noch an der Hüttenstraße oder der neuen Wache an der Nierenhofer Straße, startet, sondern irgendwo im Stadtgebiet unterwegs sei.

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