Neues Fach Medienerziehung

Fast jeder Schüler hat ein Handy, die meisten besitzen sogar ein Smartphone. Sie wachsen damit auf, ihr Tempo bei der Benutzung ist atemberaubend. Aber wissen sie auch damit umzugehen?

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Fast jeder Schüler hat ein Handy, die meisten besitzen sogar ein Smartphone. Sie wachsen damit auf, ihr Tempo bei der Benutzung ist atemberaubend. Aber wissen sie auch damit umzugehen?

Soziale Netzwerke eröffnen Chancen, bergen aber auch viele Risiken. Ein Fall für die Schulen, der bislang nur unzureichend abgedeckt ist. „Wir sind glücklich, im kommenden Schuljahr an der Sekundarschule das Fach Medienerziehung anbieten zu können“, sagt Schulleiter Marcus Schiffer. Keine spontane Idee, sondern Auftrag der Kultusministerkonferenz.

Die Jahrgangsstufe 5 soll den Worten von Sekundarschul-Abteilungsleiterin Anke Angele zufolge drei Stunden in der Woche zusätzlichen Unterricht erhalten, in der Jahrgangsstufe 6 ist Medienerziehung bereits Bestandteil des Faches Gesellschaftslehre und in der Jahrgangsstufe 7 des Faches Deutsch.

Rahmenbedingungen geschaffen

„Die Rahmenbedingungen für diesen Unterricht sind bei uns geschaffen worden durch die Einführung interaktiver Whiteboards“, sagt Schiffer. Alle Klassenräume seien digital vernetzt. Whiteboards – das sind die Tafeln des Digital-Zeitalters. Alleskönner, die das leisten, was man mit einem Laptop auch kann, bis dahin, sich in Mediatheken Lehrfilme zu einem bestimmten Thema auszusuchen.

„Uns geht es darum, Kompetenz bei der Mediennutzung zu vermitteln“, sagt Angele. „Das Internet ist schließlich auch Quelle von Fake-News, es geht auch um Apps und den Schutz der Privatsphäre. Und dabei soll kein Schüler im Vorteil sein, der mit einem 500-Euro-Smartphone ausgestattet ist.

Vier Pädagogen werden sich an der Sekundarschule um das Fach Medienerziehung kümmern. Die Beeinflussung durch mächtige Firmen soll ausgeschlossen sein

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