Nils Thoennissen verlässt Kloster Paradiese

Soest.   Der Leiter der Privatklinik im Kloster Paradiese, Privatdozent Dr. med. Nils Thoennissen (43) folgt im Sommer dem Ruf einer größeren Klinik, um dort sein Konzept der biologisch-integrativen Medizin fortzusetzen. Die Betten der Privatklinik in Paradiese werden dann nicht mehr belegt. 30 Mitarbeiter, die sich um diese Patienten kümmern, sind von einer Kündigung betroffen. Sie wurden im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung von den geschäftsführenden Ärzten und Dr. Thoennissen darüber informiert.

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Der Leiter der Privatklinik im Kloster Paradiese, Privatdozent Dr. med. Nils Thoennissen (43) folgt im Sommer dem Ruf einer größeren Klinik, um dort sein Konzept der biologisch-integrativen Medizin fortzusetzen. Die Betten der Privatklinik in Paradiese werden dann nicht mehr belegt. 30 Mitarbeiter, die sich um diese Patienten kümmern, sind von einer Kündigung betroffen. Sie wurden im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung von den geschäftsführenden Ärzten und Dr. Thoennissen darüber informiert.

„Wir bedauern seinen Wechsel sehr“, so Dr. Thomas Hamm, geschäftsführender Arzt vom Kloster Paradiese. Schließlich verändere sich damit auch für viele Privatpatienten eine sehr individuelle Behandlungsmethode, die nur durch den engagierten Einsatz aller Mitarbeiter möglich wurde. Hamm weiter: „Wir verstehen seine Entscheidung, denn für seine spezielle medizinische Ausrichtung hat er dort besondere Voraussetzungen.“

Für die Klinik würde nun eine Nachnutzung gesucht. Hamm erklärt die Gründe: „Eine gleichzeitige Betreuung von Privatpatienten in Paradiese ist neben dem Einsatz auf der Station im Klinikum Stadt Soest und dem unverändert weitergehenden Betrieb der onkologischen Praxis und Tagesklinik in Soest-Paradise kapazitätsmäßig nicht möglich“. Den 15 Pflegekräften, vier Verwaltungsangestellten und elf Küchen- und Reinigungskräften hat das Ärzteteam seine Unterstützung zugesichert, eine Anschlussbeschäftigung zu finden. Die rund 50 Mitarbeiter des Onkologie-Zentrums im Kloster Paradiese sind vom Weggang Thoennissens nicht betroffen.

Ständiger Wandel

„Wir müssen uns - wie alle Unternehmen - dem ständigen Wandel stellen und uns zukunftsfähig aufstellen“, nutzen die geschäftsführenden Ärzte Thomas Hamm und Dr. Anke Wortmann die Situation, um das Kloster Paradiese nach eigenen Angaben künftig breiter aufzustellen. Gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. Jürgen Baier und Dr. Michaela Kluge sähen sie gute Chancen, den Gesundheitsstandort Soest bei der Krebsdiagnostik und -therapie weiter auszubauen. „Die Krebsstation im Klinikum und die Spezialisierung auf die Behandlung von Lungenkrebs im Marienkrankenhaus wären weitere wichtige Schritte auf diesem Weg“, sind sich die Mediziner sicher. Sie betonen jedoch, dass die Pläne im Kloster Paradiese zwar schon weit fortgeschritten, aber längst noch nicht mit allen Beteiligten im Detail abgestimmt seien.

Ab April werden die Onkologen Anke Wortmann und Privatdozent Jürgen Baier vom Kloster Paradiese zusätzlich die Leitung der Onkologischen Station des Klinikums verstärken. Zusammen mit der Oberärztin des Klinikums Stadt Soest, Dr. Ina Bergner, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, wird das Ärzteteam die Krebsdiagnostik und -therapie für Patienten im Kreis Soest und aus dem weiteren Umkreis verbessern.

Neben der Arbeit im Kloster Paradiese und der Station im Klinikum Stadt Soest, unterstützen die Krebsspezialisten aus Soest-Paradiese aktuell das Marienkrankenhaus in Soest beim Ausbau der Behandlung von Lungenkrebs-Erkrankungen. Zurzeit laufen Gespräche mit den dortigen Kollegen für den Aufbau eines Zentrums für Lungenkarzinome. Angestrebt wird eine spezielle Zertifizierung als Fachzentrum der Deutschen Krebsgesellschaft für diese Tumore.

Unterstützung beim Aufbau

Anke Wortmann zum Hintergrund „Wir möchten die Kollegen am Marienkrankenhaus aktiv beim Aufbau unterstützen. Die dortigen Fachärzte für Lungenheilkunde und Thoraxchirugie haben sich dazu bereits eine ausgezeichnete Expertise erarbeitet. Gemeinsam schaffen wir diese Zertifizierung, die Patienten eine noch bessere Versorgung am Standort ermöglicht.“

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