Biathlon

So wichtig ist die DM für Hammerschmidt und die Horchlers

Maren Hammerschmidt, Biathletin aus Winterberg.

Foto: Karsten Schnölzer

Maren Hammerschmidt, Biathletin aus Winterberg. Foto: Karsten Schnölzer

Winterberg.  Für Maren Hammerschmidt, Karolin Horchler und Nadine Horchler startet mit der DM eine besondere Biathlon-Saison. Für wen die DM wegweisend ist.

Für die eine sind sie der lockere Aufgalopp in eine besondere Saison mit den Olympischen Winterspielen in Südkorea als Höhepunkt. Für die andere sind sie so etwas wie das erste Schießen, bei dem frühzeitig alle Träume platzen können. Wenn die Biathletinnen Maren Hammerschmidt und Karolin Horchler am Samstag und Sonntag beim ersten Teil der Deutschen Meisterschaften im Biathlon am Arber im Bayrischen Wald starten – der zweite folgt eine Woche später in Ruhpolding – könnten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein. Die Westfalenpost erklärt, warum das so ist – und um was es für Nadine Horchler, die dritte Top-Biathletin aus dem Sauerland – bei den Titelkämpfen geht.

Die Entspannte

„Für mich geht es darum, aus dem Vorbereitungs- in den Rennmodus umzuschalten“, sagt Maren Hammerschmidt, die 27-jährige Athletin des SK Winterberg im Gespräch mit dieser Zeitung und ergänzt: „Obwohl die Deutschen Meisterschaften für mich keine Qualifikation sind, möchte ich natürlich trotzdem gute Ergebnisse erreichen und sehen, wo ich stehe.“ Weil Hammerschmidt bei der WM im Februar dieses Jahres in Hochfilzen trotz einer zuvor durchwachsenen Weltcup-Serie mit der deutschen Staffel die Goldmedaille holte , ist sie für den Weltcup-Auftakt in Östersund (26. November bis 3. Dezember) gesetzt.

Neben Hammerschmidt gilt das auch für Laura Dahlmeier, Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Franziska Preuß. „Bis auf ganz leichte Knieprobleme bin ich gut durch den Sommer gekommen – jetzt schauen wir mal, wie es im ersten Wettkampf läuft“, erklärt Maren Hammerschmidt .

Die Angespannte

Ein Sturz während des Trainings auf Skirollern im Juli durchkreuzte viele Pläne von Karolin Horchler, aus Ottlar stammende 28-jährige Athletin des WSV Clausthal-Zellerfeld. „Meine Schulter wurde dabei ziemlich stark verletzt. Ich habe zwar viel alternatives Training gemacht und sehr viel Zeit in die Heilung meiner Schulter gesteckt, aber Schießen und Rollern ging in dieser Zeit eben nicht“, sagt Horchler. Erst seit drei Wochen könne sie wieder spezifisch trainieren.

„Aber es geht von Tag zu Tag besser und ich hoffe, dass ich meine derzeitige Leistung im Wettkampf zeigen kann.“ Karolin Horchler muss sich über die Deutschen Meisterschaften für die deutsche Mannschaft im zweitklassigen IBU-Cup qualifizieren, um überhaupt Chancen auf eine Rückkehr in den Weltcup zu haben.

Die verhalten Entspannte

„Die Erinnerungen kamen wieder hoch, als ich zum ersten Mal in das Stadion lief. Das war schon schön“, sagt Nadine Horchler, 31-jährige Biathletin des SC Willingen, über den Trainingslehrgang mit der Nationalmannschaft vor kurzem in Antholz. In Südtirol hatte die Ottlarerin in der vergangenen Saison für die größte Überraschung aus deutscher Sicht gesorgt und sensationell den Massenstart gewonnen. Nach dem ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere rückte Horchler als Ersatzfrau auch in das deutsche WM-Aufgebot.

Die ältere Schwester von Karolin Horchler ist deshalb für den ersten IBU-Cup bereits gesetzt. „Das heißt aber nicht, dass ich bei der DM nicht gut sein möchte“, sagt sie. Die Topform kann sie sich aber wie Maren Hammerschmidt aufheben. „Ich will zu den Olympischen Spielen. Das ist das Ziel“, sagt sie. „Aber es gibt nur vier Startplätze – das wird eine knackige Sache.“

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