Unterschiede belasten manche Kinder

Hagen/Arnsberg.   Auch Lehrer in Südwestfalen sehen Verbesserungspotenzial bei der Inklusion: „Ganz überzeugt bin ich von dem System, zumindest so, wie es aktuell ist, nicht“, sagt Marion Brügge (Foto), Koordinatorin der Erprobungsstufe am Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg. Als Pauschalkritik will die Pädagogin ihre Aussage aber nicht verstanden wissen: „Die Inklusion ist eine wichtige Aufgabe. Grundsätzlich profitieren alle Kinder davon.“ Auch Schüler ohne Förderbedarf hätten durch zusätzliche Betreuer und kleinere Klassen Vorteile. Es gebe aber auch Kinder, denen die Inklusion nicht gerecht werde: „Für gutes Lernen ist es wichtig, sich in das soziale Gebilde einer Klasse einzufügen. Das gelingt aber nicht allen.“

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Auch Lehrer in Südwestfalen sehen Verbesserungspotenzial bei der Inklusion: „Ganz überzeugt bin ich von dem System, zumindest so, wie es aktuell ist, nicht“, sagt Marion Brügge (Foto), Koordinatorin der Erprobungsstufe am Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg. Als Pauschalkritik will die Pädagogin ihre Aussage aber nicht verstanden wissen: „Die Inklusion ist eine wichtige Aufgabe. Grundsätzlich profitieren alle Kinder davon.“ Auch Schüler ohne Förderbedarf hätten durch zusätzliche Betreuer und kleinere Klassen Vorteile. Es gebe aber auch Kinder, denen die Inklusion nicht gerecht werde: „Für gutes Lernen ist es wichtig, sich in das soziale Gebilde einer Klasse einzufügen. Das gelingt aber nicht allen.“

Allerdings läge das nicht am Unwillen der Betroffenen, vielmehr hätten einige Schüler Probleme mit den Leistungsunterschieden: „Im Sport klappt die Inklusion bei uns hervorragend. Schwierig wird es in Fächern wie Englisch.“ Am Gymnasium sei in diesem Fach schon nach den ersten sechs bis sieben Wochen der Stand erreicht, den Förderschüler im siebten Schuljahr haben. Generell zeige die Erfahrung zwar, dass die stärkeren Schüler die schwächeren positiv beeinflussen, kompensieren könne das die Unterschiede aber auf ­Dauer nicht. „Den meisten Kindern macht die Situation nichts aus. Einige versuchen dann mitzuhalten. Das schaffen sie aber nicht.“ Irgendwann führe das zu einer Belastung der Kinder. „Für diese Schüler wäre das Modell der Förderschulen besser geeignet“, sagt Marion Brügge. Davon würden aber immer mehr in Südwestfalen geschlossen.

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