Vortrag über Gedichte aus dem Jahr 1827

Schwelm.  In die Geschichte eintauchen und den Reiz des Vergangenen selbst erfahren – diese Möglichkeit bieten seit einiger Zeit der Verein für Heimatkunde Schwelm und die Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Kultur und Umwelt im Rahmen der Reihe „Altes neu entdeckt!“. Am vergangenen Mittwoch hielt Doris Kübler im Haus Martfeld einen spannenden Vortrag über den Gedichtband „Die Ruhrfahrt – Ein historisches Gemälde“ aus dem Jahr 1827 von Friedrich Rautert.

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In die Geschichte eintauchen und den Reiz des Vergangenen selbst erfahren – diese Möglichkeit bieten seit einiger Zeit der Verein für Heimatkunde Schwelm und die Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Kultur und Umwelt im Rahmen der Reihe „Altes neu entdeckt!“. Am vergangenen Mittwoch hielt Doris Kübler im Haus Martfeld einen spannenden Vortrag über den Gedichtband „Die Ruhrfahrt – Ein historisches Gemälde“ aus dem Jahr 1827 von Friedrich Rautert.

Begrüßen durfte die Anwesenden Anne Peter vom Verein für Heimatkunde. In entspannter Atmosphäre hatten sich rund 20 Gäste versammelt, um dem Vortrag zu folgen. „Dieses Buch ist etwas Besonderes“, leitete Referentin Doris Kübler ein. Aus Zeitgründen las sie nur „kurze Passagen“ des Gedichtbandes vom in Hattingen geborenen Autor Friedrich Rautert, der als Jurist und Schriftsteller gearbeitet hatte.

Ehemaliger Hattinger Bürgermeister

Friedrich Rautert nahm in seinem Gedichtband eine gedankliche Reise über die Ruhr in Angriff. Der ehemalige Bürgermeister von Hattingen schrieb über den Fluss als Transportweg für Kohle – ein moderner Ansatz für die damalige Zeit. Mit aussagekräftigem Bildmaterial aus früherer Zeit untermalte Doris Kübler ihre Erzählungen. Die Hohensyburg war ebenso zu sehen wie die Herdecker Brücke oder die Burg Wetter. An der Burg habe Friedrich Harkort ein eigene Ausbildungsstätte für seine Firma eingerichtet – auch das habe es früher kaum gegeben, so Kübler: „Er war seiner Zeit sehr weit voraus“. Heute könne man nur noch die Burgruine und die Mauern erkennen. Über Volmarstein und das „Haus Hove“ ging es weiter in Richtung Witten, bis hin zur Kemnade.

Ruhr hat sich gewandelt

Wo früher ein reges Arbeitstreiben geherrscht hatte, finden heute vor allem Spaßangebote ihren Platz. „Die Ruhr“, so Doris Kübler, „ist ein reiner Freizeitfluss geworden“ mit Freibädern, Wanderwegen und kleinen Schifffahrten. Trotzdem könne man an vielen Stellen die Vergangenheit wiederfinden - wie der Vortrag eindrucksvoll gezeigt hat.

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