Reichweite konservativ planen

So kommt man mit dem E-Auto am Urlaubsziel an

Auf längeren Urlaubsreisen braucht der Stromer hin und wieder eine frische Ladung. Wo es auf der Strecke passende Ladestationen gibt, prüfen E-Auto-Fahrer lieber vor der Abfahrt.

Auf längeren Urlaubsreisen braucht der Stromer hin und wieder eine frische Ladung. Wo es auf der Strecke passende Ladestationen gibt, prüfen E-Auto-Fahrer lieber vor der Abfahrt.

Foto: dpa

München  Laden statt Tanken an der Raststätte: Wer mit dem E-Auto in den Urlaub fährt, muss bei der Routenplanung einiges bedenken - und fährt besser mit moderatem Tempo, damit er auch am Ziel ankommt.

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Eine Urlaubsreise mit dem E-Auto erfordert genauere Planung als mit Benziner oder Diesel. Man muss sich etwa informieren, wo auf der Strecke Schnellladestationen vorhanden sind und wie viele Säulen dort stehen.

Generell sei es besser, Stationen mit mehreren Ladepunkten anzufahren, weil einzelne Säulen besetzt oder defekt sein können, empfiehlt der ADAC.

Die Abrechnungssysteme für das Zapfen des Stroms sind nach Angaben des Autoclubs zum Teil verwirrend. E-Auto-Reisende sollten sich aus dem Grund unbedingt vorher informieren, wie die Bezahlung an den Ladesäulen auf dem Weg und in der Zielregion genau funktioniert. Der Rat geht zu Ladekarten oder der App eines Ladestationen-Netzwerks, auch Roaming-Verbund genannt. Die Kooperation solcher Anbieter ermöglicht das Aufladen an Ladesäulen bundesweit und zum Teil auch in anderen Ländern.

Bei der Urlaubsfahrt plant man die Reichweite lieber konservativ, weil etwa Staus und Umleitungen allzu mutige Kalkulationen über den Haufen werfen können. 100 bis 120 km/h empfiehlt der ADAC als gutes Reisetempo. Bei höheren Geschwindigkeiten nehme der Stromverbrauch stark zu. Nach Angaben des ADAC haben heutige E-Auto-Modelle Reichweiten zwischen rund 200 bis maximal 500 Kilometern.

Wichtig ist, dass am Urlaubsort eine Lademöglichkeit besteht und beispielsweise das Hotel über eine sogenannte Wallbox verfügt. Diese Wandladestationen sind mit dem Stromnetz verbunden und laden E-Autos mit Wechselstrom. Das dauert länger als das sogenannte Schnellladen an Gleichstromsäulen, die etwa an vielen Raststätten stehen.

Die Angaben zu Schnellladezeiten variieren je nach Hersteller zwischen 30 bis 45 Minuten, um eine Batterie von 10 auf 80 Prozent vollzuladen, so der ADAC. Das hängt jedoch auch von der Leistung der Ladesäule und etwa der Temperatur des Akkus ab.

Nach Angaben des Autoclubs gibt es in Deutschland rund 17.500 Ladesäulen. Verschiedene Apps helfen bei der Suche nach der nächsten Stromtankstelle. Für Deutschland bietet die Bundesnetzagentur online eine interaktive Karte mit den Daten des Ladesäulenregisters. Dort finden sich etwa auch Angaben zum Betreiber der Säule und dazu, welche Verbindungsstandards unterstützt werden.

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