Feuerwehr

Die Retter einen Tag

Foto: Henryk Brock

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Unna.Schnelle Hilfe, kurze Wege -- wenn es um die Sicherheit der Bürger geht, ist Eile geboten. Und erst Recht sollte nicht an ihr gespart werden.

Gespart hat man tatsächlich nicht beim Ausbau der Feuerwehrwache an der B 1. Von den Neuerungen konnten sich die Besucher am Samstag beim Tag der offenen Tür nach der Einweihung ein Bild machen. Und die kamen reichlich. Den Tag über schauten sich mehr als 1 000 Menschen das an, was die Retter zu bietnen haben.

Präsentiert wurden die neuen Räumlichkeiten des Zentrums für Gefahrenabwehr, das auch die Leitstelle mit technisch hochwertiger Ausrüstung beherbergt. Dank eines neu eingebauten Computersystems können Einsätze viel schneller koordiniert werden als früher. Komfortabler gestaltet wurden zudem die Ruheräume für die Leitstellenmitarbeiter, die sich in ihren 24Studnen-Schichten ab und zu eine Pause gönnen dürfen.

Auch die Besucher konnten dem Ausbau viel Positives abgewinnen. „Das trägt zum Sicherheitsempfinden der Bevölkerung bei. Da weiß man, dass das gesamte Kreisgebiet abgedeckt wird. Und die Verkehrsanbindung ist hier dank der Autobahn sehr gut“, findet Martin Schröter.

Hans-Ulrich Koswig, der selbst 30 Jahre lang bei der Feuerwehr gearbeitet hat, hält die Investition ebenfalls für gerechtfertigt. „Das Einsatzspektrum der Feuerwehr hat sich in den vergangenen Jahren erhöht. Um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, muss man mit dem Trend der Zeit mitgehen.“ Also keine technischen Lücken entstehen lassen. Aber das ist nicht das Einzige. „Die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleute haben ein Recht darauf, dass sie unter angenehmen Bedingungen arbeiten können.“

Das betrifft zum Beispiel Ina Hedtfeld, die jetzt das Privileg eines eigenen Umkleideraums genießt. „Früher musste ich mit zu den Herren. Das war aber auch kein Problem.“

Einsatzkoordination hin oder her – viele interessierte, wie die Arbeit konkret aussieht. Fahrzeuge und Rettungshubschrauber Christoph 8 durften besichtigt werden, ebenso wie die Schläuchewasch- und Aufrollanlage und das Equipment für den schlimmen Fall einer Großschadenslage mit einer hohen Zahl Verletzter. Wer sich einen Überblick verschaffen wollte, hatte die Gelegenheit, mit der Leiter nach oben zu fahren.

Eröffnet wurde das Zentrum für Gefahrenabwehr von Landrat Michael Makiolla und Unnas Bürgermeister Werner Kolter. Makiolla erinnerte an das unselige Datum 11. September 2001. „Bei den Terroranschlägen von New York und Washington kamen auch viele Feuerwehrleute ums Leben.“ Dass Terror-Katastrophen auch den Kreis Unna treffen könnten, habe sich 2006 gezeigt. „Die Bomben des Kölner Kofferbombers wären im Bahnhof in Kamen explodiert, wenn sie gezündet hätten“, erinnerte Michael Makiolla. Helmut Probst, Inspekteur der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen, sagte, dass sich seit dem 11. September 2001 der Katastrophenschutz in NRW eine neue Bedeutung bekommen habe. „Die Gefahrenabwehr ist eine allumfassende Aufgabe.“ Und Werner Kolter nannte die Zusammenführung des Katastrophenschutzes en der Florianstraße ein „zukunftsweisende Entscheidung.“

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