Campus

Ein Raum für Bastler und Tüftler an der Uni Siegen

Das eLab bietet Arbeitsplätze für Interessierte und Experten.

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Das eLab bietet Arbeitsplätze für Interessierte und Experten. Foto: WP

Weidenau   Das eLab am Hölderlincampus bietet viele Möglichkeiten für technisch Interessierte. Hier können Experimente durchgeführt oder sogar Roboter gebaut werden.

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Ein rechteckiger, etwa 60m² großer Raum mit Arbeitsplätzen, Rechnern, Lötstationen und Messgeräten bietet Bastlern und Tüftlern einen Raum, um ihre Kreativität auszuleben. Ein 3-D-Drucker und imposant wirkende Leitkappenfräse runden das Angebot im Elektroniklabor der Universität Siegen ab, das im Juni feierlich eingeweiht worden ist. Das sogenannte eLab ist eine studentische Initiative, die auf dem Hölderlin-Campus im Raum H-H002 nicht nur interessierten Studierenden aus Fachrichtungen der Elektrotechnik und Informatik, sondern allen Angehörigen der Universität eine Plattform bieten möchte, ihre technischen Interessen umzusetzen. Ferid Mahdi, Mitgründer der Initiative und Masterstudent der Informatik, steht der Stolz sichtlich ins Gesicht geschrieben, als er erzählt, dass das eLab von allen Seiten der Uni sowohl mit finanziellen Mitteln als auch mit hervorragender Ausstattung unterstützt worden ist. An der Verwirklichung haben sich die Bauverwaltung, die Fakultät 4 sowie das Dekanat beteiligt. „Und Laboringenieure haben Geräte gesponsert.“, so Mahdi. Vielen Studierenden und bastelfreudigen Menschen fehle zu Hause das nötige Equipment, um beispielsweise Controller zu programmieren oder ein eigenes Logo, beispielsweise seiner Initialien, mit dem 3-D-Drucker anzufertigen. Mahdi sagt: „Das eLab ist auch eine Plattform, wo man sich vernetzen und gegenseitig austauschen kann.“ So können gleichgesinnte Bastelkundige von- und miteinander lernen. Auch Doktoranden der Elektrotechnik oder Informatik profitieren vom eLab, wenn sie für ihre Arbeit experimentieren oder programmieren müssen.

Grundsätzlich ist das eLab für jeden geöffnet, der gerne bastelt und etwas technisches Vorwissen mitbringt. So kann man zum Beispiel die Gerätschaften und das Rüstzeug auch für private Zwecke nutzen. „Ein Kommilitone hat sich vor Kurzem eine Lüftsteuerung für sein Aquarium gebaut. Man muss einfach nur eine gute Idee haben“, so Ferid Mahdi. Generell ist die Frage nach der Kreativität die eigentliche Voraussetzung. „Wir wollen den Spaß am technischen Basteln fördern.“ Wer jedoch mal nicht weiter weiß, kann sich entweder an die studentischen Mitglieder des eLabs wenden, die zu den Öffnungszeiten stets vor Ort sind oder vorhandene Literatur konsultieren. Die Initiative ist jederzeit ansprechbar und gibt gerne Einstiegshilfen für zündende Ideen. „Es ist hier sogar prinzipiell möglich, einen kleinen Roboter zu bauen“, schmunzelt Ferid und fügt hinzu: „Das ist natürlich sehr zeitaufwändig.“ Um ein derartig ehrgeiziges Projekt zu verwirklichen, können Jahre vergehen.

Die Öffnungszeiten finden Interessierte auf der Homepage des eLab. Um das Labor noch zeitintensiver betreuen zu können, benötigt die Initiative weitere Unterstützung seitens neuer Mitglieder, die jederzeit sehr willkommen sind.

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