Leistungsnachweis

Feuerwehrspektakel in Innenstadt

Foto: WR

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Lünen.Die neun Blauröcke des Brambauer Löschzugs bilden einen Kreis, legen sich gegenseitig die Hände über die Schultern, um das Mannschaftsgefüge zu stärken. Dann geht es los. Einer der zehn Schiedsrichter kommt auf die Truppe zu, befiehlt in knappen Sätzen ein Löschmanöver vom „offenen Gewässer“ und drückt seine Stoppuhr.

Rund 32 Gruppen mit je etwa neun Feuerwehrkameraden aus dem Kreis Unna nahmen am Samstag am Leistungsnachweis auf dem Marktplatz teil. „Es war der Wunsch der Lüner Feuerwehrspitze die Veranstaltung in die Stadtmitte zu verlegen“, so Hermann Dissel vom Löschzug Mitte. Ursprünglich sei der Theaterparkplatz angedacht gewesen, doch die Örtlichkeit sei zu weit vom Zentrum weg. „Und wir wollten die Veranstaltung schließlich für viele Menschen sichtbar machen“, meinte er. Mit Erfolg. Der Willy-Brandt-Platz war von zahlreichen Zuschauern umringt, die das Spektakel neugierig betrachteten, ein paar Kinder feuerten die Blauröcke vergnügt und kräftig mit Tröten und Rasseln an. Der Viktualienmarkt hingegen war auf die Seitenstraßen der Fußgängerzone ausgewichen.

Die Jungs vom Brambauer Löschzug jedenfalls rannten los und in Windeseile wurden Schläuche gen Rathaus ausgerollt und aneinandergekuppelt, während sich auf der Rückseite des Löschwagens vier mit dem Aneinanderschließen der Saugleitungen beschäftigten. Schließlich wurde das eine Ende an die Pumpe anschlossen, das andere, mit einiger Kraftanstrengung, in das tiefe Becken eingelassen.

Auf dem Platz neben dem Rathaus beschäftigten sich eine Gruppe aus Beckinghausen mit dem korrekten Verknoten von Seilen. Sechs Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau blickten konzentriert, während sie versuchten unter Zeitdruck die Aufgabe zu lösen. Nur wenige Meter von ihnen entfernt waren die Blauröcke aus Horstmar dabei einen Transporter vom Technischen Hilfswerk per Greifzug und Stahlseil abzuschleppen. Bei all den praktischen Übungen fehlte natürlich auch nicht die Theorie. In einem Raum im Rathaus wurde das Wissen per Fragebogen abgefragt. Mehr als 300 Feuerwehrleute legten ihre Leistungsprüfung ab.

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