IMD-Sitz zur Versteigerung

IMD-Gebäude unterm Hammer

Schnell gestiegen und ganz tief gefallen: Der Gesamtkomplex der ehemaligen Vorzeigefirma IMD an der Edisonstraße 1 am Eingangstor zum Industrie- und Gewerbepark „Am Mersch“ in Bönen kommt unter den Hammer, soll am 29. Oktober 2010 in Unna zwangsversteigert werden.

Schnell gestiegen und ganz tief gefallen: Der Gesamtkomplex der ehemaligen Vorzeigefirma IMD an der Edisonstraße 1 am Eingangstor zum Industrie- und Gewerbepark „Am Mersch“ in Bönen kommt unter den Hammer, soll am 29. Oktober 2010 in Unna zwangsversteigert werden.

Foto: Friedrich Westerhoff

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Bönen.Alle Rettungsabsichten verliefen bisher im Sande. Wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht, dann kommt die riesige Immobilie des einstmals so erfolgreichen Softwareentwicklers und Unternehmensberaters IMD an der Edisonstraße 1 am 29. Oktober unter den Hammer.

Das dürfte dann das endgültige Aus für eine Firma sein, deren Aufstieg nach der Gründung im Jahr 1999 atemberaubend begann und deren Fall im November 2004 gleichermaßen überraschend wie tief kam. Die erfolgreiche Firma musste damals Insolvenz anmelden.

Der große Komplex der einstigen Vorzeigefirma und Ideenschmiede IMD GmbH Softwareentwicklung und Unternehmensberatung am Eingangstor zum Industrie- und Gewerbepark „Am Mersch“ in Bönen steht jetzt wohl endgültig zur Auktion. Das Gebäude wird am Freitag, 29. Oktober, um 9 Uhr im Erdgeschoss, Saal 108, des Amtsgerichts an der Friedrich-Ebert-Straße in Unna zwangsversteigert. Unter den Hammer kommen unter anderem ein voll unterkellertes Bürogebäude mit Flachdach, Baujahr ca. 1999. Die Grundstücksgröße beträgt 3 462 Quadratmeter. Der Verkehrswert beläuft sich auf insgesamt 1 590 000 Euro (Aktenzeichen 002/ K 078/04). Trotz größter Bemühungen und diversen Anstrengungen konnte die Immobilie bis zum heutigen Tage nicht veräußert beziehungsweise vermietet werden. Kauf- und Mietinteressenten hat es gegeben. So unter anderem auch die Freiwillige Feuerwehr Bönen und ein Pflegedienst aus der Gemeinde. Doch viele schreckten vor dem wohl zu hoch angesetzten Preis zurück. Die Hoffnung, dass die Immobilie doch noch einen neuen Besitzer findet, gibt vor allen Dingen Karin Rose von der Wirtschaftsförderung (WFG) Kreis Unna noch nicht auf. Sie sagt: „Wir arbeiten noch an einem kleinen Wunder.“

Die einstmals so attraktiven Geschäftsgebäude der ehemaligen IMD GmbH, die lange Zeit als Vorzeigeobjekt und Visitenkarte für Bönens Industrie galten, haben im Verlaufe der letzten (unbewohnten) Jahre gelitten, weisen Verschleißerscheinungen nach nunmehr fast sechs Jahren ohne Nutzung aus. Ein Aushängeschild, gar eine Visitenkarte für Bönens größtes Industriegebiet ist das frühere repräsentative Bauwerk am „Entree zum Industriepark“ (frühere Aussage von WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom) jedenfalls schon lange nicht mehr.

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