Unglück

Mordkommission ermittelt: Auto aus Gronau stürzt in Gracht

Lesedauer: 2 Minuten
Nachdem eine 47-jährige Mutter tot aus einer Gracht in Amsterdam geborgen wurde, ermittelt nun eine Mordkommission zu den Hintergründen (Symbolbild).

Nachdem eine 47-jährige Mutter tot aus einer Gracht in Amsterdam geborgen wurde, ermittelt nun eine Mordkommission zu den Hintergründen (Symbolbild).

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Amsterdam/Münster/Gronau.  In Amsterdam ist eine Mutter aus Gronau mit drei Kindern im Auto ins Wasser gestürzt. Nun ermittelt eine Mordkommission zu den Hintergründen.

Nachdem Sonntagnacht eine 47-jährige Frau tot aus einer Gracht in Amsterdam geborgen wurde, ermittelt nun eine Mordkommission zu den Hintergründen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Montagnachmittag mit.

Ersten Erkenntnissen zufolge war die Frau aus Gronau zusammen mit ihren acht, elf und dreizehn Jahren alten Kindern in ihrem Auto in den Niederlanden unterwegs.

Kinder konnten sich noch aus Gracht retten

Gegen 2 Uhr fuhr das Fahrzeug dann in eine Gracht in Amsterdam, wie die Staatsanwaltschaft berichtet. Während die Kinder sich zunächst aus dem Auto befreien und dann aus dem kalten Wasser retten konnten, kam für die 47-jährige Mutter jede Hilfe zu spät.

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Noch in der Nacht hätten drei Taucherteams der Feuerwehr im Wasser nach der Frau gesucht. Das Auto wurde gegen 6.30 Uhr geborgen.

Ermittlungen: Mögliche Selbsttötung

"Durch erste Ermittlungen im privaten Umfeld der Familie haben sich Hinweise darauf ergeben, dass die 47-Jährige möglicherweise sich selbst töten wollte", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Die Kinder sind körperlich unverletzt und werden durch die niederländischen Behörden betreut."

Die Ermittlungen, insbesondere ob die Frau auch den möglichen Tod ihrer Kinder billigend in Kauf genommen haben könnte, dauern an. (red./dpa)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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