Hausbau

Beim Hausbau weg vom Beton, hin zum Holz - für das Klima

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Das neue „Hoho Wien“ ist ein Hochhaus das vom ersten Stock an aufwärts zu 75 Prozent aus Holzteilen besteht

Das neue „Hoho Wien“ ist ein Hochhaus das vom ersten Stock an aufwärts zu 75 Prozent aus Holzteilen besteht

Foto: Michael Baumgartner / dpa/Kito

Für den Hausbau wird viel Zement benötigt. Bei seiner Herstellung wird aber Kohlendioxid frei, das dem Klima schadet. Holzhäuser sind besser.

Viele Städte auf der Welt wachsen. Es werden viele neue Häuser gebaut. Die wichtigsten Materialien dafür sind Beton, Stahl und Glas. Beton ist ein sehr harter und langlebiger Baustoff. Aber das Bauen mit Beton ist nicht gut fürs Klima. Bei der Herstellung wird viel Kohlendioxid ausgestoßen.

Um Beton herzustellen, mischt man Zement, Wasser und Kies. Auch Zement muss erst hergestellt werden. Dafür braucht man den Rohstoff Kalkstein, den man durch Sprengungen aus der Erde löst. Bei der Weiterverarbeitung wird viel Energie gebraucht, etwa um Öfen zu heizen. Kohlendioxid wird auch frei, weil aus dem Kalkstein bestimmte Bestandteile herausgezogen werden.

Viel mehr Zement wird hergestellt

Weltweit wird heute viermal so viel Zement hergestellt wie im Jahr 1990. Fürs Klima ist das keine gute Entwicklung. Die Unternehmen, die Zement und Beton herstellen, versuchen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken. Es ist zum Beispiel möglich, das Kohlendioxid am Kamin des Ofens zu sammeln und langfristig zu speichern. So gerät es nicht in die Luft.

Klimaschützer haben eine andere Vorstellung. Sie schlagen vor, in Zukunft viel mehr Häuser mit Holz statt mit Beton zu bauen. Dabei meinen sie nicht nur kleine Einfamilienhäuser, sondern auch große Bürogebäude und sogar Hochhäuser.

Leimholz ist sehr stabil

Geht das denn? Ist Holz wirklich so fest, dass man damit weit in die Höhe bauen kann? Die Antwort ist: Ja. Es geht dabei nicht nur um einfache Holzbretter und -balken. Forscher schauen sich besonders die sogenannten Holzverbundstoffe an. Wenn man mehrere Hölzer übereinanderlegt und mit Leim verklebt, hat man Brettschichtholz. Man nennt es auch Leimholz. Dieses Holz ist sehr stabil und kann viel mehr Gewicht tragen.

Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff. Ein weiterer Vorteil ist, dass Holz Kohlenstoff speichert. Länder wie Kanada und Norwegen bauen seit langer Zeit viel mit Holz. Und in Wien, der Hauptstadt Österreichs, steht schon ein besonders hohes Holzhochhaus, „Hoho“ genannt. Es ist 84 Meter hoch und hat 24 Stockwerke.

Das höchste deutsche Holzhaus stellen wir euch in der nächsten Folge der Serie „Unsere Erde, unsere Zukunft“ vor.

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