Politik

Das ist die Bilanz von Donald Trump als US-Präsident

Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2017 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Foto: Pablo Martinez Monsivais

Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2017 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Foto: Pablo Martinez Monsivais

Seit über einem Jahr ist Donald Trump jetzt Präsident der USA. Was hat er bislang erreicht und was nicht? Ein Überblick.

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Grenzmauer nicht in Sicht

Im Wahlkampf hatte Donald Trump angekündigt, dass er eine Mauer bauen will. Sie sollte an der Grenze zwischen Mexiko und den USA verlaufen und dafür sorgen, dass weniger Mexikaner in die USA kommen. Bezahlen sollte dafür Mexiko. Bislang haben einige Unternehmen ihre Ideen von Grenzmauern auf einem Versuchsgelände aufgebaut. Dass es zum Mauerbau kommt, ist unwahrscheinlich. Denn woher das Geld kommen soll, ist bisher nicht geklärt. Mexiko bezahlt jedenfalls nicht dafür.

Die Sache mit dem Klima

Klimawandel? Gibt es nicht, behauptet Donald Trump gerne. Dass das nicht stimmt, stand kürzlich sogar in einem Bericht der US-Regierung. Der Mensch sei schuld daran, dass es wärmer wird auf der Erde, heißt es da. Deswegen hatten sich vor zwei Jahren alle Staaten auf der Erde verpflichtet, weniger schädliche Stoffe in die Luft zu pusten. Sie unterzeichneten das Pariser Klimaabkommen. Trump will aus dem Abkommen aussteigen, das hat er versprochen. Es dauert zwar noch bis 2020, aber dann steigen die USA aus.

Mehr Geld für Unternehmen

Groß angekündigt hatte Donald Trump eine Steuerreform. Er wollte die Steuern so verändern, dass die ganz normalen Amerikaner – die sogenannte Mittelschicht – weniger bezahlen müssen. Das hatte er vor der Wahl gesagt. Aber es kam anders. Experten sagen, dass seine Vorschläge vor allem reichen Leuten und Unternehmen nützen. Die müssen nämlich deutlich weniger bezahlen.

Gerichte stoppten ihn

Ganz schnell erließ Trump eine Verordnung, laut der Menschen aus bestimmten muslimischen Staaten nicht mehr in die USA einreisen durften. Doch Gerichte stoppten den sogenannten „Muslim Ban“. Doch Trump erließ neue Verordnungen und beim dritten Anlauf klappte es. Seit Dezember dürfen Menschen aus sechs Staaten nicht mehr einreisen. Ursprünglich wollte er, dass gar keine Menschen mit muslimischem Glauben mehr in die USA kommen dürfen. Das klappt nicht.

Lügner und Dummköpfe

Wie kein anderer Politiker beleidigt Trump andere, indem er Nachrichten auf Twitter absetzt. 2500 dieser Tweets genannten Nachrichten waren es im Jahr 2017. Oft schreibt er darüber, dass andere lügen oder dumm sind – meistens Leute, die ihn kritisieren. Den Machthaber von Nordkorea, Kim Jong-un, nannte er „kleinen Raketen-Mann“.

Auf seiner Spur

Wie kein anderer Präsident vor ihm schimpft Donald Trump über staatliche Institutionen: Über Richter zum Beispiel oder über das FBI. Sorgen dürfte ihm vor allem ein Sonderermittler machen. Denn der untersucht, ob Leute aus Russland sich in die Präsidentenwahl eingemischt haben und ob Trump und seine Mitarbeiter davon wussten.

Wollte er Präsident werden?

In einem neuen Buch über Donald Trumps erstes Jahr im Weißen Haus behauptet der Autor: Trump wollte nie US-Präsident werden. Eigentlich habe er knapp verlieren und dadurch sehr berühmt werden wollen. Denn das sei für seine Geschäfte gut gewesen. Als es anders kam, sei er zunächst sehr erschrocken gewesen. Inzwischen sind die meisten Amerikaner unzufrieden mit seiner Arbeit als Präsident.

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