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Die Jagd auf die Medaillen beginnt

Der weiße Tiger heißt „Soohorang“ und ist das Maskottchen der Winterspiele.

Foto: Lehtikuva

Der weiße Tiger heißt „Soohorang“ und ist das Maskottchen der Winterspiele. Foto: Lehtikuva

Olympische Winterspiele: Am Freitag kommen 2900 Sportler zur großen Eröffnungsfeier in Pyeongchang. Koreanische Umweltschützer jubeln nicht mit.

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Die Sportler haben bestimmt schon Herzklopfen: Am Freitag (9. Februar), um 12 Uhr unserer Zeit, starten die Olympischen Winterspiele mit der großen Eröffnungsfeier. Für die Wettkämpfe haben die 2900 Teilnehmer aus 92 Nationen seit Jahren trainiert. Auch die Gastgeber in Südkorea bereiten sich schon lange vor. Rund um die Stadt Pyeongchang sind teure Sportanlagen gebaut worden. Aber nicht alle Koreaner sind davon begeistert.

Man spricht zwar von den „Olympischen Spielen in Pyeongchang“. Doch in der kleinen Stadt werden gar keine Wettbewerbe ausgetragen. Die Sportstätten liegen in den angrenzenden Bergen oder an der nahen Küste in der Stadt Gangneung.

Heiliger Wald wurde gefällt

Dort entstand nicht weit vom Strand der Olympia-Park mit vier Sporthallen. Es gibt ein Eishockey-Zentrum, eine Halle für die Eisschnellläufer und ein Stadion für die Eiskunstläufer. Eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt liegt ein Dorf, das Alpensia heißt. Es wurde nur für den Wintersport errichtet. Mit einem Ski-Stadion, Ski-Schanzen, der Biathlon-Arena und der Eisbahn. Die Bauten haben natürlich jede Menge Geld gekostet - über zehn Milliarden Euro, das ist eine Zahl mit zehn Nullen!

Die vorigen Winterspiele in der russischen Stadt Sotschi waren jedoch noch teurer, sie verschlangen mehr als 50 Milliarden Euro. Das fanden viele Zuschauer und Sportler übertrieben. Deshalb wollte man 2018 in Südkorea etwas bescheidener sein. Auch die Natur sollte nicht unter den Neubauten leiden.

Umso wütender sind jetzt viele Menschen, weil für die Ski-Rennen am Berg Gariwang Zehntausende Bäume gefällt wurden. Koreanische Umweltschützer hatten heftig protestiert. Denn die Piste entstand in einem Naturschutzgebiet voller seltener Birken, die teilweise über 500 Jahre alt waren. Anwohner sprachen ehrfürchtig von einem „heiligen Wald“.

Die Organisatoren der Winterspiele haben die Strecke zwar teilweise verändert, um einige Bäume zu schonen. Aber wenn die Olympischen Spiele am 25. Februar zu Ende gehen, werden sie wahrscheinlich nur die Flutlichtmasten und die Seilbahnen abbauen und dann die Natur wieder sich selbst überlassen.

Neue Bäume sollen am Berg Gariwang vorerst nicht gepflanzt werden. Das ist angeblich zu teuer...

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