Klimawandel

Klimaschutz: Was ist eigentlich der Rebound-Effekt?

| Lesedauer: 2 Minuten
Für Elektroautos müssen Produktionsanlagen wie hier in Zwickau gebaut werden.

Für Elektroautos müssen Produktionsanlagen wie hier in Zwickau gebaut werden.

Foto: Jan Woitas / dpa

Beim Energiesparen kann es passieren, dass doch mehr Energie verbraucht wird als geplant. Ein Grund dafür ist der Rebound-Effekt.

Energie zu sparen, ist für den Klimaschutz sehr wichtig. Unternehmen stellen zum Beispiel Geräte her, die viel weniger Strom oder Wasser verbrauchen als vor zehn oder 20 Jahren. Es passiert aber, dass wir trotz der vielen Energiesparmaßnahmen, die es gibt, am Ende gleich viel oder sogar mehr Energie verbrauchen, als wir einsparen. Das ist der sogenannte Rebound-Effekt. Er erinnert ein wenig an einen Bumerang. Wie kommt der Rebound-Effekt zustande?Hier kommen vier Beispiele:

Elektroautos

Beim Fahren stoßen Elektroautos keine Abgase aus. Sie sind an diesem Punkt also besser als Benzin- und Dieselautos. Für die E-Autos müssen aber Ladesäulennetze und Produktionsanlagen gebaut werden. Dafür ist Energie nötig. Außerdem brauchen die Autos Lithium-Ionen-Akkus. Und wo Lithium in Salzseen abgebaut wird, wird die Umwelt belastet.

Menschen, die ein Elektroauto haben, freuen sich darüber, dass eine Stromladung deutlich billiger ist als eine Tankladung. Das kann dazu verführen, häufiger mit dem E-Auto unterwegs zu sein, als man es vorher mit dem Benzin-Auto war. Manche sagen auch: „Ich fahre ja jetzt ein E-Auto, da ist es okay, wenn ich einmal mit dem Flugzeug in den Urlaub fliege.“ All diese Dinge führen dazu, dass die Energiebilanz von E-Autos nicht so gut ist, wie manche denken.

Haushaltsgeräte

In der Küche hat man früher sehr viel mit der Hand gemacht: Eischnee mit dem Schneebesen, Zitronensaft mit der Handpresse, Kaffee mit einem Porzellanfilter. Die paar Geräte, die es früher gab, verbrauchten viel Energie. Heute gibt es sehr viele Geräte in der Küche. Sie sind nun zwar sehr energiesparend, aber wir benutzen sie häufig. Die eingesparte Energie geht dafür wieder drauf. Je nachdem, wie viel uns Geräte im Alltag helfen, verbrauchen wir letztendlich sogar mehr Energie.


Fernseher
Ein TV-Gerät verbraucht heute pro Pixel viel weniger Strom als früher. Die Geräte sind aber viel größer und arbeiten mit vielen Pixeln. Und es gibt mehr von ihnen. Dadurch steigt der Gesamtverbrauch wieder.

Waschmaschine

Eine alte Waschmaschine verbraucht mehr Strom und Wasser als eine moderne. Man kann also mit einem neuen Gerät viel Energie sparen. Wenn man dann aber öfter wäscht oder die Maschine einfach mal nur für drei T-Shirts anstellt, weil es so wenig kostet, spart man gar nicht so viel Energie, wie man eigentlich dachte.


Einfach zusammengefasst: Wir kaufen etwas Neues, um Energie zu sparen. Wie wir uns danach aber verhalten, kann dazu führen, dass wir gar nicht so viel Energie sparen, wie wir eigentlich vorhatten.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Kindernachrichten

Liebe Nutzerinnen und Nutzer:

Wir mussten unsere Kommentarfunktion im Portal aus technischen Gründen leider abschalten. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie
» HIER