Politik

Saudi-Arabien und Iran streiten um die Macht

Der saudi-arabische König Salman (links) spricht mit dem Kronprinzen und stellvertretenden Premierminister Mohammed bin Salman.

Der saudi-arabische König Salman (links) spricht mit dem Kronprinzen und stellvertretenden Premierminister Mohammed bin Salman.

Der Streit zwischen Saudi-Arabien und Iran ist auch ein Streit zwischen Sunniten und Schiiten. Aber warum streiten sich diese Menschen?

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Nahen Osten gibt es einen Konflikt, der schon viele Jahrhunderte alt ist. Es ist der Konflikt zwischen zwei verschiedenen Richtungen des Islam. Der Islam ist eine Religion. Seine Anhänger nennt man Muslime. Sie glauben an den Koran und den heiligen Propheten Mohammed. Unter den Muslimen gibt es Sunniten und Schiiten. In zwei großen Ländern im Nahen Osten ist das von großer Bedeutung: Saudi-Arabien und Iran.

Der Nachfolger Mohammeds

In Saudi-Arabien sind die meisten Menschen Sunniten. In Iran sind die meisten Menschen Schiiten. Die beiden Glaubensrichtungen streiten sich darüber, wer das Recht hat, sich Nachfolger Mohammeds (er starb im Jahr 632) zu nennen. Muss er aus der Familie des echten und einzigen Mohammed stammen? Oder darf er frei von den Gläubigen gewählt werden?

Iran und Saudi-Arabien auf zwei verschiedenen Seiten

Dieser Streit zwischen Sunniten und Schiiten hat schon zu vielen Kriegen und Auseinandersetzungen geführt. Er spielt auch eine Rolle im Syrien-Krieg. Dort gibt es viele Länder, die beteiligt sind. Auch Saudi-Arabien und Iran haben sich auf jeweils eine Seite geschlagen.

Die iranische Regierung unterstützt den bisherigen Machthaber in Syrien, Baschar al-Assad. Der schiitische Iran will nämlich nicht, dass die sunnitischen Rebellen den Bürgerkrieg gewinnen. Dagegen unterstützt das sunnitische Saudi-Arabien Rebellengruppen in Syrien, die gegen Baschar al-Assad kämpfen.

Ein Signal der Versöhnung

Kein Wunder, dass Saudi-Arabien und Iran nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Denn es geht bei dem Konflikt um viel mehr als um Religion. Es geht darum, wer wie viel Macht in der Region hat. Saudi-Arabien ließ zum Beispiel 2016 einen schiitischen Geistlichen töten. Im Iran reagierten die Menschen wütend und griffen die Botschaft von Saudi-Arabien in der Hauptstadt Teheran an.

Hoffnung geben nun die Worte des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani. Er sagte, man sollte die Spaltung der islamischen Welt beenden und schickte ein Signal der Versöhnung nach Saudi-Arabien. Ruhani findet, der Nahe Osten brauche die Zusammenarbeit aller Staaten der Region, um seine Probleme zu lösen. Doch in seinem Land sind die Menschen unzufrieden. Zuletzt demonstrierten sie für Freiheit und Gerechtigkeit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben