Kinderbuch

Segler Boris Herrmann und Frau Birte setzen auf Klimaschutz

| Lesedauer: 3 Minuten
Der Segler Boris Herrmann nimmt immer mal wieder Kinder mit auf sein Boot, die „Malizia-Seaexplorer“, so wie hier in Kiel.

Der Segler Boris Herrmann nimmt immer mal wieder Kinder mit auf sein Boot, die „Malizia-Seaexplorer“, so wie hier in Kiel.

Foto: Kiel-Marketing / dpa

In ihrem neuen Kinderbuch „My Ocean Challenge“ rufen Weltumsegler Boris Herrmann und seine Frau Birte Kinder zum Schutz der Ozeane auf.

Der Segler Boris Herrmann ist vor gut einem Jahr berühmt geworden, weil er bei einem extremen Wettrennen mitgemacht hat. Er segelte mit seinem Rennboot, der „Malizia-Seaexplorer“, ganz allein einmal um die ganze Welt. Dafür brauchte er rund 80 Tage, also fast drei Monate. Bei dem abenteuerlichen Rennen „Vendée Globe“ wurde Boris Herrmann Fünfter.

Gemeinsam mit seiner Frau Birte setzt sich Boris Herrmann sehr für den Schutz der Umwelt und des Klimas ein. Noch vor seiner Weltumseglung starteten die Eltern einer kleinen Tochter das Programm „My Ocean Challenge“ (übersetzt: „Meine Ozean-Herausforderung“). Das „Malizia“-Team sagte damals: „Wir glauben, dass einer der Schlüssel, um die Ozeane zu schützen, darin liegt, Kindern zu erklären, wie wunderbar und auch wie wichtig die Meere sind.“

Viele Lernmaterialien für Schulen

Boris Herrmanns Frau Birte Lorenzen-Herrmann ist Lehrerin. Sie entwickelte viele Lernmaterialien rund um das Thema „Meer“ und „Segeln“. Zu dem Bildungspaket gehören auch eine Weltkarte für den Klassenraum, ein Papierbootmodell und Multimedia-Elemente. Außerdem konnten Kinder auf der „Malizia-Seaexplorer“ mitsegeln und dort Fragen zum Segeln und zum Ozean stellen.

Birte Lorenzen-Herrmann sagt: „Seit 2018 gehen wir an Schulen und erklären den 9- bis 14-Jährigen, warum der Ozean so wichtig ist. Und wir geben Ideen, was Kinder selbst tun können, um die Weltmeere zu schützen.“

Ganz neu im Programm „My Ocean Challenge“ ist ein Kinder-Sachbuch, das gerade erschienen ist. Was bedeutet das Wort „Herausforderung“ hier für Kinder? Dazu sagt Birte Lorenzen: „Wir sind in einem Wettrennen gegen die Zeit. Beim Segeln von Regatten – aber auch bei der Herausforderung, Lösungen für den Klimawandel zu finden.“ Sie ist sich sicher: „Kinder und Erwachsene können ihr Verhalten im Alltag ändern und an kreativen Lösungen mitarbeiten.“

Das neue Buch macht etwas Spannendes: Es verbindet das Abenteuer Segeln mit ganz vielen Infos dazu, wie der Ozean erforscht wird. Ihr erfahrt, dass Boris Herrmann an Bord seines Rennbootes bei der Weltumseglung Astronautennahrung aus der Tube gegessen hat und immer nur höchstens 60 Minuten am Stück schlafen konnte. Dann musste er sich wieder ums Schiff kümmern.

An Bord hatte er ein Labor, mit dem er ganz viele Daten über den Ozean sammelte. Denn die Meere nehmen Kohlendioxid auf und verändern sich dadurch. Forscherinnen und Forscher waren dankbar für seine Messungen. „Sie haben uns gesagt, dass wir einer der größten Datensammler im letzten Jahr waren“, sagte Boris Herrmann.

Im Beruf für das Klima einsetzen

Viele Seiten des Buches beschäftigen sich auch damit, was man selbst tun kann, um das Klima zu schützen – zum Beispiel zu Hause oder beim Einkaufen. Auch wenn ihr später einen Beruf wählt, könnt ihr etwas fürs Klima bewirken. Zum Beispiel als Ingenieurin, als Meeresbiologe, als Köchin oder als Architekt.

Dass man den Lebensraum Ozean dringend schützen muss, ist vielen Menschen gar nicht klar. Birte Lorenzen-Herrmann sagt dazu: „Den Zustand des Ozeans kann man schlecht sehen. Seine größten Bedrohungen, die Übersäuerung und Erwärmung, sind unsichtbar. Wir nennen es im Buch das ,Geheimgas CO2’, das kann man nicht riechen, nicht schmecken, nicht sehen, trotzdem ist es da.“

Das Buch „My Ocean Challenge – Kurs auf Klimaschutz: Was unsere Ozeane jetzt brauchen und was du dazu beitragen kannst“ ist bei cbj erschienen und kostet 20 Euro.

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