Checkys Zoo-Safari

So entstanden die Videos für „Checkys Zoo-Safari“ in Krefeld

Waren einen Tag mit den Aufnahmen für „Checkys Zoo-Safari“ beschäftigt: Zoo-Sprecherin Petra Schwinn, Volontär Diego Tenore und Videograf Ingo Otto (v.l.).

Waren einen Tag mit den Aufnahmen für „Checkys Zoo-Safari“ beschäftigt: Zoo-Sprecherin Petra Schwinn, Volontär Diego Tenore und Videograf Ingo Otto (v.l.).

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Krefeld.  Acht Video-Clips aus dem Krefelder Zoo liefern bei "Checkys Zoo-Safari" spannende Informationen. So liefen die Dreharbeiten zur Aktion.

Etwas unbeholfen klettert Shara aus einer kleinen Öffnung ihres Häuschens ins Freie. Über einen Ast bewegt sie sich langsam und behutsam über die Anlage. Dass sie dabei von einer Videokamera beobachtet wird, scheint die Baumkänguru-Dame nicht zu stören. Ein wahrer Glückstreffer, dass sie genau in diesem Moment nach draußen kommt. Nach nur wenigen Minuten hat Videograf Ingo Otto die ersten Filmaufnahmen für „Checkys Zoo-Safari“ im Kasten.

Der Zoo in Krefeld füllt sich an diesem Montagmorgen langsam. Nach der Corona-Zwangspause durfte das Tiergehege unter Einhaltung der Hygieneauflagen wieder öffnen. Veranstaltungen im Zoo sind jedoch erstmal ausgeschlossen. Dadurch fällt auch die NRZ Zoo-Safari, eine Rallye für Kinder, die seit 2017 stattfindet, ins Wasser.

Checkys Zoo-Safari: Virtuelle Rallye durch den Zoo Krefeld
Checkys Zoo-Safari- Virtuelle Rallye durch den Zoo Krefeld

Eine Alternative musste her. Schnell war die Idee geboren: Wenn die Rallye nicht im Zoo durchgeführt werden kann, muss sie verlagert werden. Ab Samstag gibt es online unter dem Titel „Checkys Zoo-Safari“ jeden Tag ein neues Video mit Informationen zu einem Tier oder einer Besonderheit im Krefelder Zoo. Seit Anfang des Jahres ist der Waschbär „Checky“ das Maskottchen unserer Kinderseite und -zeitung. Was lag also näher, als ihn sozusagen zum „Safari-Guide“ zu machen?

Insgesamt besteht die Rallye aus acht unterschiedlichen Videos, zu jedem gibt es eine passende Quizfrage. Wer bei den Clips gut aufpasst, kann sie leicht beantworten und am dazugehörigen Gewinnspiel teilnehmen.

Videos im Zoo: Der Ton muss stimmen

Ingo Otto zieht ein Mikrofon-Kabel aus seiner Tasche hervor. Behutsam stöpselt er das eine Ende in seine Videokamera, reicht das andere Petra Schwinn. Die Sprecherin des Krefelder Zoos hat sich bereits vor der Pinguin-Anlage positioniert, in ihrer Hand hält sie einen Globus. „Sagen Sie mal was“, ruft Otto ihr zu, während er sich selbst Kopfhörer in die Ohren steckt. Nach wenigen Sekunden geht sein Daumen nach oben. Der Ton ist stimmig, es kann losgehen.

„Pinguine leben nur auf der Südhalbkugel der Erde“, erklärt Schwinn, während ihre Hand über den unteren Teil des Globus fährt. „Die Pinguine bei uns kommen aus Chile und Peru in Südamerika.“ Der Videograf hat den Bildschirm seiner Kamera fest und konzentriert im Blick. Passt die Bildeinstellung? Ist die Sprecherin gut zu erkennen? Dinge, auf die er besonders achten muss. Otto lächelt. „Wir haben alles“, sagt er nach rund 30 Minuten Filmaufnahmen in der Pinguin-Anlage. Nach dem Schnitt wird das fertige Video gerade mal rund 90 Sekunden lang sein.

Virtuelle Safari: Die Tiere in Krefeld entscheiden selber

Vor den Dreharbeiten erarbeitete Petra Schwinn einen festen Drehplan. Die langjährige Zoomitarbeiterin weiß genau, welche Tiere und Stellen im Zoo sich besonders gut für die Dreharbeiten eignen. Aber: „Die Tiere entscheiden, was möglich ist, und was nicht“, erklärte sie im Vorhinein. Für Dreharbeiten mit Tieren bedarf es Geduld. Wenn ein Tier nicht hervorkommen will, heißt es warten. Zwei Tage waren für die Dreharbeiten angesetzt.

Für die nächste Station auf der Liste braucht es Mut. „Wir gehen jetzt zu unseren drei Riesenschildkröten hinein“, erklärt Schwinn. Die haben seit Kurzem neue Mitbewohner: Afrikanische Seidenspinnen, groß wie eine Kinderhand. Ein Tierpfleger geht voraus, um zu überprüfen, wo die Spinnentiere gerade sitzen. „Sie sollen beim Dreh ja nicht in sie hineinlaufen“, erklärt er. Doch die Spinnen zeigen sich von der Anwesenheit der Kamera unbeeindruckt.

Zoo Krefeld: Riesenschildkröten und Co.

Ganz im Gegensatz zu den Riesenschildkröten. Urgestein Bernhardt, mit seinen 120 Jahren das älteste Tier im Zoo, stapft langsam auf Schwinn zu. Sie kniet nieder, hält ihm einen Ast mit Blättern hin, während der Videograf seine Kamera auf sie richtet. „Vorsicht!“, ruft er plötzlich. Beinahe hätte Bernhardt das Mikrofon-Kabel mit durchgebissen. Doch Schwinn hat es schnell genug von ihm weggezogen. „Wir fangen wohl nochmal von vorne an“, sagt sie lachend.

Und so geht es weiter. An jeder Station präsentiert die Sprecherin routiniert und kindgerecht ihr Fachwissen. Am Nachmittag sind alle Aufnahmen im Kasten. „Wir haben alles“, sagt Otto lächelnd. Ein zweiter Drehtag ist nicht nötig.

Hier gibt es weitere Infos zu Checky und zur Zoo-Safari:

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